Forschungen zu Hepatitis D und Leukämie prämiert

NEU-ISENBURG (eb). In diesem Jahr teilen sich zwei Preisträger den von der Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover e.V. (GdF) vergebenen Rudolf Schoen-Preis.

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Professor Hans Heinrich Wedemeyer, MHH-Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, erhielt 10.000 Euro, wie die MHH mitgeteilt hat.

Die TUI-Stiftung ehrt ihn damit für seine Forschungen, die er mit Professor Michael Manns und weiteren Forschern im Hep Net Study-House der Deutschen Leberstiftung gemacht hat - in der weltweit größten prospektiven Studie zur Therapie der aggressiven Hepatitis Delta, die multizentrisch und international war.

Die Forscher konnten mit einer bestimmten Wirkstoffkombination erstmals bei einem Viertel der Patienten mit einer Hepatitis-D-Virusinfektion eine Ausheilung erreichen. Die Studie hat weltweit die neue Standardtherapie der Hepatitis Delta etabliert.

Dr. Jan-Henning Klusmann, Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, erhielt ebenfalls 10.000 Euro für seine Forschungen: Für die akute megakaryoblastäre Leukämie bei Kindern mit Down Syndrom hat das Team um ihn und Professor Dirk Reinhardt neue Wege der Leukämieentstehung aufgezeigt.

Zunächst erkundeten die Forscher ein Gen, das die Blutbildung vor der Geburt reguliert. Anschließend beschrieb Klusmann erstmals einen von diesem Gen ausgehenden und bis dahin unbekannten Signalweg der Leukämieentstehung.

Basierend auf der Kenntnis dieses Weges hat die Arbeitsgruppe um Klusmann in anschließenden Studien Arzneimittel entdeckt, die therapeutisch in die Leukämieentstehung eingreifen können.

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