Direkt zum Inhaltsbereich

Analgetika schon bei Zoster-Verdacht

KREFELD (Rö). Patienten mit Herpes zoster sollten grundsätzlich eine Schmerztherapie erhalten. Wichtig ist, daß diese früh, schon bei Verdacht auf eine Zoster-Erkrankung, beginnt, hoch dosiert ist und lange fortgesetzt wird. Große Bedeutung haben dabei Ko-Analgetika, die gegen neuropathische Schmerzen wirken.

Veröffentlicht:

Diese Grundsätze hat Dr. Martina Lilie vom Klinikum Krefeld jetzt in "Der Hautarzt" (55, 2004, 831) aufgestellt. Die Schmerztherapie sollte sich dabei nach der Schmerzintensität richten, die mit einer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Schmerzskala gemessen wird. Die Therapie orientiert sich wegen der Schwere der Schmerzen an den WHO-Empfehlungen für chronische Schmerzen in der Onkologie.

Dieses Vorgehen hilft nach Angaben von Lilie allen Patienten mit Akutschmerzen. Es werde zudem trotz mangelnder Datenlage von vielen Schmerztherapeuten auch zur Prävention von chronischen Schmerzen empfohlen, berichtet die Dermatologin.

Daher sollten Patienten mit akuten Zosterschmerzen und postherpetischen Neuralgien zusätzlich zur antiviralen Therapie analgetisch behandelt werden. Besonders bei Neuralgien mit brennenden, einschießenden Schmerzen, Allodynie und Hyperalgesie sind nach Angaben von Lilie Ko-Analgetika indiziert, die gegen neuropathische Schmerzen wirken. Bewährt haben sich dabei, so die Dermatologin, Amitryptilin und Gabapentin.

Eine neue Option bei Neuralgien nach einer Herpes-zoster-Infektion ist das jetzt eingeführte, dem Gabapentin verwandte Pregabalin (Lyrica®). Damit würden die Schmerzen bei zwei von drei Patienten klinisch relevant um über 30 Prozent verringert, hieß es bei der Einführungsveranstaltung.

Mehr zum Thema

Sie fragen – Experten antworten

Kann sich Herpes zoster nach der Varizellen-Impfung entwickeln?

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Körperliches Training

Mit einer Stunde mehr Sport die Brustkrebsmortalität senken?

Malnutrition

Damit Sie Mangelernährung nicht übersehen: Darauf kommt es an!

Lesetipps
Eine Reihe von Holzfiguren steht nebeneinander.

© MidJen / stock.adobe.com / Generiert mit KI

Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung

Inklusiver Arbeitsplatz? Warum Praxen von Vielfalt im Team besonders profitieren