Ärzte Zeitung, 14.06.2007

Therapie gegen Herpes verringert Zahl der HI-Viren

BOBO-DIOULASSO (ple). Bei Frauen, die sowohl mit HIV als auch mit Herpesviren (HSV) infiziert sind, verringert offenbar die Therapie gegen die Herpesviren auch die Menge der Aids-Erreger.

Den Effekt einer Behandlung mit dem Anti-Herpes-Mittel Valaciclovir auf die HIV-Menge im Plasma und in der Genitalschleimhaut hat eine internationale Ärztegruppe bei 140 Frauen in Bobo-Dioulasso in Burkina Faso untersucht (NEJM 356, 2007, 790).

Patientinnen, die drei Monate lang zweimal täglich 500 Milligramm Valaciclovir eingenommen hatten, hatten signifikant weniger Aids-Erreger im Plasma und in der Genitalschleimhaut als zu Beginn der Therapie. So hatte sich etwa die Menge von HIV-1 im Plasma im Mittel um 0,53 Log-Stufen pro Milliliter verringert (um eine Log-Stufe bedeutet: um 90 Prozent).

Auch bei asymptomatisch HSV-Infizierten fördern offenbar die Viren die Ausbreitung von HIV in aktivierten CD4-positiven Lymphozyten. Valaciclovir hilft so, den Aids-Erreger zu reduzieren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »