Ärzte Zeitung, 18.05.2004

Impfung für Kinder vor Reise in FSME-Risikogebiet ratsam

Kinder ab zwölf Monaten sollten geimpft werden

NEU-ISENBURG (eis). In Europa sollen mehr Kinder als bisher gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) geimpft werden, meinen europäische Impfexperten. Bei einer internationalen FSME-Konferenz in Tirol in Österreich haben sie hierzu eine Konsensus-Erklärung verfaßt (Wien Med Wschr 154, 2004, 9). Jedes Kind, das in einem FSME-Risikogebiet wohnt oder dort hinreist, sollte danach den Schutz bekommen.

FSME ist in vielen europäischen Ländern und im russischen Teil von Asien die häufigste viral-bedingte Enzephalitis. Etwa 10 000 FSME-Patienten werden dabei pro Jahr in eine Klinik eingewiesen. Das wahre Ausmaß der Infektionen werde unterschätzt, betonen die Experten. Und - entgegen der landläufigen Meinung - verlaufe FSME bei jedem vierten Kind schwer.

Eine kausale Therapie gegen FSME gibt es nicht, dafür aber eine wirksame und sichere Impfung. Kinder sollten ab zwölf Monaten geimpft werden, so die Impfexperten. Bei hohem Risiko sei die Impfung auch ab einem Alter von sechs Monaten möglich. Auch ein Impfschema zur Schnellimmunisierung ist möglich.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »