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Vielversprechende Impfung in die Haut

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Mit den Ergebnissen aus zwei aktuellen US-Studien mehren sich die Hinweise darauf, daß Grippe-Impfstoffe immunogener sind, wenn sie intradermal und nicht intramuskulär gespritzt werden. Erklärt wird dies mit der großen Menge an kutanen dendritischen Zellen. Diese gelten als die potentesten Antigen-präsentierenden Zellen des Immunsystems und stoßen besonders wirksam die Bildung von Antikörpern an.

Vor allem alte und immungeschwächte Menschen, die häufig unbefriedigend auf eine konventionelle Grippe-Impfung ansprechen, könnten von dem verbesserten Schutz profitieren.

Weitere Studien zur optimalen Anwendung von Influenza-Vakzinen sollten deshalb so schnell wie möglich folgen. Auch weil bei einer möglichen Grippe-Pandemie große Engpässe bei der Versorgung mit Grippe-Vakzinen zu erwarten sind und für die intradermale Impfung - bei ähnlich guter Schutzwirkung - offenbar nur halb so viel Impfstoff gebraucht wird.

Die intradermale Influenza-Impfung ist jedoch (noch) nicht zugelassen und sollte nur in Studien angewandt werden. Auch weil die hohe Immunogenität mit einer erhöhten Rate an Impfreaktionen einhergeht.

Lesen Sie dazu auch: Wird Grippe-Impfstoff in die Haut gespritzt, reicht die halbe Dosis

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