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Schutz vor Tetanus ist insgesamt gut, bei älteren Frauen gibt es aber Lücken

MÜNCHEN (run). Daß bei vielen Bundesbürgern ein protektiver Tetanus-Impfschutz vorliegt, hat nun eine bayerische Untersuchung bestätigt. Sie ergab aber auch, daß gerade bei älteren Frauen noch Lücken bestehen.

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Wissenschaftler des Plasmazentrums Ingolstadt und des Instituts für Transfusionsmedizin München haben dazu bei über 1700 Plasmaspendern des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes den Tetanus-Immunstatus untersucht.

Mit einem ELISA-Test bestimmten sie bei 891 Frauen und 851 Männern im Alter zwischen 18 und 64 Jahren die IgG-Antikörperkonzentration. Als protektiv galten Antikörperwerte von über 0,1 IU/ml Serum. Kein Schutz lag bei Werten unter 0,01 IU/ml vor.

Die molekularbiologische Analyse ergab, daß bei fast 99 Prozent der Männer und 94 Prozent der Frauen ein protektiver Impfschutz vorlag, wie Dr. Silke Martin aus München berichtet (Dtsch Med Wochenschr 2005, 130, 1820). Nur acht Probanden (fünf Frauen und drei Männer) hatten keinen Tetanusschutz.

Dieser Unterschied blieb auch beim näheren Vergleich von Geschlechts- und Altersgruppen bestehen: Trotz insgesamt guter Durchimpfungsrate hatten über alle Altersgruppen hinweg Männer einen besseren und auch länger anhaltenden Impfschutz (bis zu zehn Jahren bei hohem Antikörpertiter über 5 IU/ml) als Frauen.

Besonders deutlich wurde dies in der Altersgruppe über 50 Jahren. Hier sei nur bei 85 Prozent der Frauen im Vergleich zu 99 Prozent der Männer ein protektiver Impfschutz festgestellt worden, so Martin. Ein Teil der Unterschiede lasse sich durch die Wehrpflicht bei Männern erklären, da bei Eintritt in die Bundeswehr immer gegen Tetanus geimpft werde.

Sie und ihre Kollegen schließen aus den Daten, daß vor allem Frauen über 50 Jahre gezielt über die Gefahren von Tetanus und den Nutzen einer Impfung durch ihren Hausarzt aufgeklärt werden sollten.

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