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Laborärztin plant Aufbau einer Praxiskette für Impfungen

KIEL (di). Impfen als Markenartikel - mit dieser Idee hat die Kieler Laborärztin Dr. Ulla Ballies vor zwei Jahren die ersten Pilotpraxen aufgebaut. Jetzt will sie bundesweit Hausärzte für ihr Franchisekonzept Z.I.R.M. (Zentrum für Impf- und Reisemedizin) gewinnen.

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Ziel ist es, innerhalb von zwei Jahren rund 30 Franchisepartner unter Hausärzten zu finden, die sogenannte "Walk-in"-Praxen etablieren. Die Nachfrage nach den angebotenen Reise- und Impfleistungen sieht der Franchisegeber steigend: "Durch die Veränderungen im Gesundheitswesen suchen die Kunden als Selbstzahler nach klaren und hochwertigen ärztlichen Leistungen."

Als Zielgruppe für das Franchisekonzept definiert Z.I.R.M. niedergelassene Allgemeinmediziner mit einer "kundenorientierten Mentalität", die Berufserfahrung in der Reise- und Impfmedizin und die Bereitschaft zur Weiterbildung aufweisen.

Die Franchise-Praxen werden von der Zentrale so mit Impfstoffen beliefert, daß Patienten auch für spezielle Impfleistungen nicht warten müssen. Zum Konzept gehören feste Sprechstunden ohne Voranmeldung auch am Samstag sowie ein einheitliches Logo der Walk-in-Praxen.

Für die Leistungen soll bundesweit geworben werden, geplant sind auch Patienteninformationen und Schulungen für die Franchisenehmer. Erste Walk-In-Praxen gibt es außer in Kiel seit zwei Jahren in Lübeck und in München. Mit der Resonanz ist man bei Z.I.R.M. zufrieden, Zahlen werden aber nicht genannt.

Franchisenehmer müssen eine Einstiegsgebühr von 7500 Euro leisten und eine Umsatzprovision zwischen sechs und vier Prozent (degressiv zum Umsatzvolumen) zahlen. Die Vertragslaufzeit wird zunächst individuell vereinbart. Die Praxen sollen nur in größeren Städten ab 200 000 Einwohner etabliert werden. Die Franchisenehmer sind umsatzsteuerpflichtig. Ärzte sollten ein Engagement deshalb vorher vom Steuerberater prüfen lassen.

Informationen gibt es unter: www.zirm-deutschland.de



STICHWORT

Franchise-System

Beim Franchise stellt der Franchise-Geber mehreren Partnern ein Geschäftskonzept zur Verfügung (eins der bekanntesten ist McDonalds). Als selbständige Unternehmer setzen die Franchise-Nehmer das Konzept in ihrem Gebiet um. Außer der Geschäftsidee bekommen sie vom Franchisegeber auch Produkte und Werbe-Material. Für diese Leistungen wird eine Einstiegsgebühr und laufende Franchise-Gebühren (abhängig vom Umsatz) gezahlt.

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