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Impfung schützt vor Lungenentzündung und Tod

TARRAGONA (hub). In Deutschland ist nur jeder fünfte über 60jährige oder chronisch Kranke gegen Pneumokokken geimpft. Ein Grund: Der Impfung haftet das Image mangelnder Wirksamkeit an. Doch dieses Image ist falsch. Das bestätigt jetzt eine Studie aus Spanien.

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Die prospektive Kohortenstudie mit über 11 000 Menschen hat im einzelnen ergeben:

  • Die Gesamtrate an Pneumonien war bei Geimpften um 21 Prozent reduziert.
  • Die Rate an Pneumonien durch Streptococcus pneumoniae - gegen den die Impfung gerichtet ist - lag um 45 Prozent niedriger.
  • Die Geimpften mußten zudem seltener wegen Pneumonie ins Krankenhaus (minus 26 Prozent).
  • Die Sterberate an Pneumonien war durch die Impfung um mehr als die Hälfte (59 Prozent) geringer.

Für ihre Studie hatten die Forscher Daten von 11 241 Männern und Frauen ausgewertet ("Clinical Infectious Diseases" 43, 2006, 860). 6255 Menschen waren mit einer 23valenten Pneumokokken-Polysaccharid-Vakzine geimpft und 4986 nicht. Der Gesundheitszustand der Geimpften war dabei schlechter als bei Ungeimpften, sie waren zudem älter: im Median 79 versus 73 Jahre. 60 Prozent der Geimpften waren Hypertoniker (Ungeimpfte: 48 Prozent) und 27 Prozent Diabetiker (21 Prozent), 14,5 Prozent hatten eine KHK (10 Prozent). In die Auswertung wurden Faktoren wie Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und Immunkompetenz einbezogen.

Innerhalb von drei Jahren erkrankten 473 Personen an Pneumonie. 355 von ihnen wurden in die Klinik eingewiesen. 22 Personen bekamen eine invasive Pneumokokkenerkrankung. Insgesamt starben 1497 Menschen - 60 innerhalb von 30 Tagen nach Beginn der Pneumonie. 26 davon waren geimpft und 34 nicht.

In Deutschland wird die Pneumokokken-Impfung allen Menschen über 60 Jahre als Standard empfohlen und allen chronisch Kranken - unabhängig vom Alter.

Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Pneumokokken-Impfung entsprechend der Empfehlung.

Weitere Informationen im Internet: www.pneumococcus.de

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