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"Kein Grund, nicht gegen HPV zu impfen"

NEU-ISENBURG (ikr). Nach den zwei Todesfällen bei jungen Mädchen in zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) sieht das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen derzeit keine Veranlassung dafür, von der Impfung abzuraten.

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Die Ursache der beiden Todesfälle sei unbekannt, und der Nutzen der Impfung überwiege nach wie vor die Risiken, so PEI-Präsident Professor Johannes Löwer. Das PEI folgt damit der Argumentation der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA). Nach einem ersten Todesfall in Deutschland im Sommer 2007 ist inzwischen auch in Österreich ein gesundes Mädchen kurze Zeit nach einer HPV-Impfung gestorben. Das Mädchen in Deutschland starb einen Tag nach der zweiten Impfung mit der Vakzine Gardasil®. Aus den Ergebnissen der Obduktion hätten sich wie bei dem Mädchen in Österreich keine Hinweise auf eine mögliche Ursache für den Tod der jungen Frau ergeben, sagte Löwer der "Ärzte Zeitung". Die beiden Todesfälle seien daher kein Grund, auf die HPV-Impfung zu verzichten. Er könne die Sorge vieler Eltern verstehen, aber unklare plötzliche Todesfälle seien sehr seltene Ereignisse, die mit unterschiedlicher Häufigkeit in jedem Lebensalter auftreten können. So habe es etwa im Jahre 2006 in Deutschland in der Altersgruppe der 15- bis unter 20-Jährigen 58 Todesfälle mit unklarer Ursache gegeben. Darunter waren 22 Mädchen.

Die Vorteile der Impfung liegen für viele Experten klar auf der Hand. Damit lassen sich Vorstufen des Zervix-karzinoms, die mit den HPV-Typen 16 und 18 assoziiert sind, zu nahezu 100 Prozent verhindern. Die beiden Virustypen verursachen etwa 70 Prozent aller Zervixkarzinome.

In Deutschland und Österreich sind seit Oktober 2006 bereits 2,2 Millionen Impfdosen von Gardasil® verkauft worden, wie das PEI mitteilt. Bei den geforderten drei Impfungen pro Person sei davon auszugehen, dass mindestens 700  000 Personen geimpft wurden. Seit Markteinführung bis Ende September 2007 wurden dem PEI 86 Verdachtsfälle von unerwünschten Wirkungen in Verbindung mit der HPV-Impfung gemeldet. Das dabei beobachtete Nebenwirkungsprofil entspreche dem aus den Zulassungsstudien.

Infos im Internet zur HPV-Impfung

www.pei.de - die deutsche Zulassungsbehörde hat eine Stellungnahme zum Tod nach einer HPV-Impfung veröffentlicht

www.emea.europa.eu - ein Statement gibt es auch von der EU-Arzneimittelbehörde, suche mit "statement of the safety"

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