Ärzte Zeitung, 05.02.2008

Arzt setzt sich für Rotavirus-Impfung ein

Nur vereinzelt übernehmen Krankenkassen bei Kleinkindern die Kosten

LEIPZIG (dür). Für die Aufnahme der Impfung gegen Rotaviren bei Kleinkindern in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen plädiert ein Kinderarzt aus Leipzig.

 Arzt setzt sich für Rotavirus-Impfung ein

Ein Kind erhält eine Schluckimpfung gegen Rotaviren.

Foto: GlaxoSmithKline

Die Impfung kostet etwa 180 Euro und wird noch nicht von allen Kassen bezahlt. Die Sächsische Impfkommission empfiehlt die Schluckimpfung. Eine bundesweite Empfehlung von der Ständigen Impfkommission gibt es nicht. Dabei könne eine Impfung Kleinkinder ab der siebten Lebenswoche wirksam gegen eine Infektion schützen, sagt der Leipziger Kinderarzt Professor Volker Schuster von der Unikinderklinik Leipzig.

Rotavirusinfektionen verursachen bei Säuglingen und Kleinkindern schwere Durchfälle und heftiges Erbrechen. Schuster konnte in einer Studie gemeinsam mit Kollegen aus Finnland, Frankreich, Italien und Spanien nachweisen, dass die Impfung schwere Erkrankungen in 96 Prozent der Fälle verhinderte. In keinem einzigen Fall musste ein geimpftes Kind stationär behandelt werden.

Liste der Kassen, die die Impfung bezahlen: www.impfkontrolle.de

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