Impfung gegen Rotaviren immer öfter empfohlen

ERLANGEN (Rö). Bis zum Alter von vier Jahren wird eines von 20 Kindern in Deutschland wegen einer Rotavirus-Infektion stationär behandelt. Gegen solche Komplikationen hilft Impfen.

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Außerhalb Europas werde die Impfung bereits in etlichen Ländern offiziell empfohlen, darunter in den USA und in Australien, sagte Professor Ulrich Heininger bei einem Pädiater-Kongress in Erlangen. In Europa gibt es diese Empfehlung unter anderen bereits in Österreich, Belgien und Finnland.

In Deutschland sind zwei Vakzinen auf dem Markt: RotaTeq® mit dem Impfschema drei Dosen oral und Rotarix® mit dem Schema zwei Dosen oral. Offiziell empfohlen wird die Impfung in Deutschland bereits in Sachsen von der Sächsischen Impfkommission. Für Deutschland ist die Ständige Impfkommission (STIKO) noch in der Diskussion, ob die Rotavirus-Impfung als Standard-Impfung empfohlen wird.

Sie hat allerdings vergangenes Jahr mitgeteilt*: "Es ist zu erwägen, Säuglinge unter Berücksichtigung ihrer individuellen sozialen und gesundheitlichen Situation durch die Impfung vor einer Rotavirus-Infektion zu schützen", sagte Heininger beim gemeinsamen Symposium der Unternehmen GSK und Sanofi Pasteur MSD zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie.

Nachdem sich die Techniker Krankenkasse als eine der ersten großen Krankenkassen entschlossen hatte, die Rotavirus-Impfung für Säuglinge ab der 7. Lebenswoche zu übernehmen, bezahlen nun schon viele Kassen diese Schluckimpfung. Eltern sollten sich informieren, ob ihre Kasse die Kosten übernimmt, rät Heininger.

Eine aktuelle Liste der Krankenkassen, die die Impfung bezahlen, gibt es bei www.gesundes-kind.de oder www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/kinpopup/show.php3?id=1&nodeid=1&nocontainer=1

*Epid Bull 2, 2007, 9

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