Ärzte Zeitung, 18.12.2008

Kommentar

Auch in der Schule ist Grippeschutz wichtig

Von Wolfgang Geissel

Influenzaviren werden besonders häufig in Schulen übertragen. Die Impfung von Schülern ist daher eine wirksame Strategie gegen Grippewellen, wie das Beispiel Japan gezeigt hat. Dort hatte es mehrere Jahrzehnte eine Grippe-Impfpflicht für Schüler gegeben. Die Viruszirkulation in der Bevölkerung war durch die Impfprogramme deutlich verringert worden. Und als 1994 die Programme eingestellt wurden, stieg in Folge die Übersterblichkeit in der Bevölkerung bei Grippewellen wieder stark an.

In Deutschland steht die Grippe-Impfung von Schülern zwar zurzeit nicht in der Diskussion. Bei Schülern mit Grunderkrankungen sollte aber unbedingt an den empfohlenen Schutz gegen Grippe und Pneumokokken gedacht werden. Dazu gehören Kinder mit Asthma, Diabetes, Herzleiden und Abwehrschwäche.

Lesen Sie dazu auch:
Studenten geimpft - weniger Fehlzeit im Hörsaal

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Berichte, Videos und Tweets rund um den Deutschen Ärztetag

Begleiten Sie den 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg mit uns online. Die "Ärzte Zeitung" berichtet vom 23.-26.5. live und aktuell über alle wichtigen Ereignisse und Debatten. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »