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Neue Vakzine gegen Pneumokokken

MÜNCHEN (sto). Ein neuer 10-valenter Impfstoff soll Säuglinge und Kleinkinder künftig besser vor Infektionen mit Pneumokokken schützen. Der Impfstoff wird voraussichtlich Anfang April in Deutschland zur Verfügung stehen.

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Verursacht die meisten Lungenentzündungen: Streptococcus pneumoniae. Seine Polysaccharidhülle schützt ihn vor dem Immunsystem.

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© Foto: CDC

Der neue Impfstoff schützt vor drei zusätzlichen Pneumokokken-Serotypen (1, 5 und 7F), die mit dem herkömmlichen 7-valenten Impfstoff nicht abgedeckt werden. Infekte durch diese drei gefährlichen Erreger-Typen können bisher durch Impfungen nicht vermieden werden, teilte das Unternehmen GlaxoSmithKline (GSK) in München mit. Nachdem das European Committee for Human Medical Products (CHMP) den neuen 10-valenten Impfstoff positiv bewertet hat, erwartet das Unternehmen die offizielle Zulassung Ende des Monats.

Die drei zusätzlichen Serotypen, die durch den neuen Konjugat-Impfstoff abgedeckt werden, sind mit schweren Verläufen invasiver Pneumokokken-Erkrankungen assoziiert und für 5 bis 25 Prozent aller Erkrankungen verantwortlich, erläuterte Privatdozent Johannes Liese vom Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Zu den invasiven Pneumokokken-Erkrankungen gehören Meningitis, bakteriämische Pneumonie, Pleuraempyem sowie Bakteriämie und Sepsis. Durch die Integration vor allem der Serotypen 1 und 7F, die derzeit in einigen europäischen Ländern und weltweit auf dem Vor-marsch sind, sei es möglich, mehr als 80 Prozent aller invasiven Pneumo-kokken-Erkrankungen bei Kindern zu vermeiden, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Da für den neuen Impfstoff ein neues Trägerprotein verwendet wird, das auch an Haemophilus influenzae gekoppelt ist, sei indirekt ein besserer Schutz gegen akute Otitis media zu erwarten.

Keine Wechselwirkungen in Studien beobachtet

Der 10-valente Impfstoff ist zur aktiven Immunisierung von Säuglingen und Kleinkindern im Alter zwischen sechs Wochen und zwei Jahren gegen invasive Erkrankungen und Mittelohrentzündungen durch Streptococcus pneumoniae indiziert. Nachdem sich in den Studien keine Wechselwirkungen mit anderen Impfstoffen zeigten, sei eine gleichzeitige Verabreichung mit den anderen routinemäßigen Kinderimpfungen möglich, so der Hersteller.

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