Ärzte Zeitung, 11.05.2010

Impfschutz gegen Meningokokken: Booster nötig?

NEU-ISENBURG (eis). Wer als Säugling oder Kleinkind gegen Meningokokken C geimpft worden ist, braucht als Jugendlicher offenbar eine Auffrischimpfung. Nach den Daten britischer Forscher der Universität Oxford haben sieben Jahre nach der Impfung drei Viertel der Kinder keine ausreichend hohen Antikörpertiter mehr, berichtet "BBC News".

Nach Angaben des Nachrichtendienstes wurden in der Studie 250 Kinder im Alter bis zwölf Jahre untersucht. Nur 25 Prozent hätten schützende Antikörpertiter gehabt. Der nachlassende Impfschutz nach Meningokokken-C-Impfung sei zudem bereits in anderen Ländern aufgefallen, sodass Österreich, Kanada und die Schweiz bereits Auffrischimpfungen eingeführt hätten.

Die Forscher raten dazu, Teenagern den Booster anzubieten, um den Erkrankungsgipfel bei Jugendlichen abzufangen. Hohe Impfraten böten zudem durch Herdenimmunität Einzelnen auch bei nachlassender Immunität Schutz.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »