Ärzte Zeitung, 17.05.2010

Fremdvirus auch im zweiten Rotavirus-Impfstoff

NEU-ISENBURG (eb). Auch in dem oralen Impfstoff RotaTeq® sind jetzt Spuren von Porcinen Circovirus Typ 1 (PCV1) gefunden worden. Solche Spuren eines Fremdvirus waren bereits im Schluckimpfstoff Rotarix® aufgetreten (wir berichten).

Sowohl das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als auch die europäische Arzneimittelbehörde EMEA und die US-Behörde FDA sehen darin zunächst keine Gesundheitsrisiken. Die FDA rät allerdings Ärzten in den USA, bis zur weiteren Klärung Rotarix® nicht zu verwenden. Anders die EMEA und das PEI: Nach Abwägung der Daten bewerten sie "das Nutzen/Risiken-Verhältnis des Impfstoffs weiterhin positiv" (Infos: www.pei.de). Mit weiteren Untersuchungen sei begonnen worden.

"PCV-1 ist für den Menschen ungefährlich und löst weder bekannte Infektionen noch Krankheitssymptome aus", so das PEI. Das Virus werde auch über Schweinefleisch aufgenommen.

Lesen Sie dazu die neue Entwicklung:
Impfung mit Rotarix® wird in den USA wieder empfohlen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »