Ärzte Zeitung, 03.02.2011

Impfstrategie: Pädiater sehen sich missachtet

STUTTGART/KÖLN (ras). Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) kritisiert, dass Ärzte nicht in die Vorbereitung des 2. Nationalen Impfkongresses am 8. und 9. Februar in Stuttgart einbezogen worden sind. Dort soll die nationale Impfstrategie beschlossen werden.

Verbandschef Dr. Wolfram Hartmann findet die Nichtbeteiligung seiner Berufsgruppe unverständlich, weil Kinderärzte über 90 Prozent aller Impfungen bei Kindern vornehmen.

Auch der Kongress selbst, der an einem Dienstag und Mittwochvormittag stattfindet, werde zumindest von den niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten kaum wahrgenommen werden können, zumal die Einladung erst 14 Tage zuvor erfolgt sei.

Die Nationale Impfstrategie sei nötig. Mindestens 95 Prozent der Bevölkerung sollten einen kompletten Impfschutz haben. Nach Erkenntnissen des BVKJ erhalten aber lediglich 20 bis 40 Prozent der Kinder alle notwendigen Impfungen zum empfohlenen Zeitpunkt.

Besonders wichtig sei ein kompletter Impfschutz für Kinder in Krippen und Kindergärten. Der Verband ist für eine Impfpflicht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »