Ärzte Zeitung, 14.02.2011

Stillende Frauen nicht gegen Gelbfieber impfen!

Das Impfvirus kann auf den Säugling übertragen werden, wird gewarnt.

Stillende Frauen nicht gegen Gelbfieber impfen!

Keine Gelbfieberimpfung für Stillende - und keine Reisen mit Kleinkindern in die Tropen.

© dron / fotolia.com

LANGEN (hub). Die Fach- und Gebrauchsinformation des in Deutschland zugelassenen Gelbfieberimpfstoffs Stamaril® ist geändert worden. Das teilt Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mit. Enthalten sei nun ein Warnhinweis zur möglichen Übertragung des Impfvirus von stillenden Müttern auf Säuglinge und auf das damit verbundene Risiko.

Als Grund für den Warnhinweis nennt das PEI drei Fallberichte, in denen Säuglinge nach einer Gelbfieber-Lebendimpfung der stillenden Mutter eine Enzephalitis bekamen. Bei einem der Säuglinge konnte das Impfvirus per Polymerase-Kettenreaktion (PCR) in der Zerebrospinalflüssigkeit des Neugeborenen nachgewiesen werden.

Grundsätzlich sollten Säuglinge und Kleinkinder nicht den Risiken einer Reise in die Tropen ausgesetzt werden. Darin sind sich Pädiater einig. Darauf sollten stillende Mütter, die eine Gelbfieberimpfung nachfragen, auch hingewiesen werden.

Das mögliche Übertragungsrisiko von Impfvieren bei der Gelbfieberimpfung ist aufgrund der geänderten Fachinfos sicher ein Aspekt der Beratung. Entscheidend bleibt das Risiko für das Kind durch eine solche Reise.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »