Ärzte Zeitung, 09.05.2011

KV Bremen warnt vor einer Masern-Epidemie

BREMEN (cben). Die Kassenärztliche Vereinigung Bremen (KVHB) hat vor dem Ausbruch einer Masernepidemie im Bundesland gewarnt.

Die Durchimpfungsquoten für Masern, Mumps und Röteln im Land Bremen seien im bundesweiten Vergleich laut Robert-Koch-Institut unterdurchschnittlich, so die KVHB. "Mit einem Ausbruch einer Masernepidemie wie unlängst in München ist theoretisch auch in Bremen und Bremerhaven zu rechnen", hieß es.

Mit einem neuen Informationsflyer "Der Vorsorge-Checker", der in vielen Bremer und Bremerhavener Praxen ausliegt, will die Ärzteschaft für das Thema Prävention werben. In dem Flyer werden kurz und knapp alle Früherkennungsuntersuchungen und Impfungen vorgestellt, Patienten können gemeinsam mit dem Arzt Impflücken feststellen und ihren individuellen Präventions-Fahrplan erstellen.

Bei Schuleingangsuntersuchungen aus dem Jahr 2009 sei festgestellt worden, dass zwar fast alle Bremer Kinder die Startimpfung vorweisen können, allerdings nur 89,6 Prozent die obligate zweite Schutzimpfung gegen Masern, 89,4 Prozent gegen Mumps und 89,3 Prozent gegen Röteln. Damit liegen die Bremer Zahlen unter dem Durchschnitt aller Bundesländer.

"Wir raten dringend, das Thema nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Impfungen sind und bleiben das wirksamste Mittel gegen die gefährlichen Kinderkrankheiten", so KVHB-Chef Dr. Jörg Hermann. Auch Erwachsene sollten ihren Impfschutz kontrollieren und sich gegebenenfalls immunisieren lassen, so Herrmann.

Topics
Schlagworte
Impfen (4023)
Organisationen
KV Bremen (295)
Personen
Jörg Hermann (36)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »