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Impflücken bei vier von fünf Jugendlichen

NEU-ISENBURG (eis). Jugendliche in Deutschland haben besonders große Impflücken. Das bestätigen Untersuchungen in Sachsen-Anhalt und NRW.

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Nur 56 Prozent der Mädchen waren in der Untersuchung gegen HPV geimpft.

Nur 56 Prozent der Mädchen waren in der Untersuchung gegen HPV geimpft.

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In Bitterfeld-Wolfen haben Martina Kolbe und ihre Kollegen von der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V. bei knapp 400 Berufsschülern den Impfstatus überprüft.

Dabei ergab sich besonders großer Impfbedarf gegen Pertussis, berichtet der "Impfbrief online (www.impfbrief.de).

75 Prozent waren gegen Tetanus und Diphtherie geimpft

83 Prozent der Schüler waren zwar komplett grundimmunisiert, aber nur 7,5 Prozent hatten die zwei Auffrischungen erhalten, die von der Ständigen Impfkommission bis zum 18. Geburtstag empfohlen werden.

Gegen Tetanus und Diphtherie waren 75 Prozent altersgerecht geimpft. Die HPV-Impfung hatten 56 Prozent der 15- bis 18-jährigen Mädchen erhalten.

Beachtlich war hingegen der Impfschutz gegen Masern: 96 Prozent hatten bis zum 2. Geburtstag die Masernimpfung erhalten.

Angst vor Nebenwirkungen kein Grund

Auch Impfpasskontrollen von knapp 900 Schülern in einem Berufskolleg in Essen ergaben in einer Untersuchung von Dr. Hedwig Roggendorf und ihren Kollegen große Lücken. 78 Prozent der Schüler hatten akuten Impfbedarf, vor allem gegen Pertussis, Diphtherie und Tetanus. Gegen HPV waren nur etwa 20 bis 30 Prozent der Mädchen geimpft.

Nicht Impfskepsis und Angst vor Nebenwirkungen gaben die Jugendlichen als Gründe für den lückenhaften Impfstatus an, sondern mangelnde Recall-Systeme und Vor-Ort-Impfangebote.

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