Ärzte Zeitung, 20.03.2012

Brandenburgs Schüler vorbildlich geimpft 

Beim Impfen gegen klassische Kinderkrankheiten hat Brandenburg bundesweit die Nase vorn. bei Jugendlichen und älteren Menschen sieht es mit dem Impfstatus schon nicht mehr rosig aus.

POTSDAM (ami). Brandenburger Schulanfänger sind besser gegen die klassischen Kinderkrankheiten geimpft als gleichaltrige Kinder im übrigen Bundesgebiet.

Das gilt besonders bei Diphtherie, Tetanus, Polio und Haemophilus influenzae Typ b. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Infektionsreport 2012 des Brandenburgischen Landesamts für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Handlungsbedarf stellt der Bericht beim Impfschutz von Jugendlichen und Erwachsenen fest. So sei zum Beispiel nur ein Drittel der Mädchen in den zehnten Klassen gegen HP-Viren geimpft, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können.

Nur ein Zehntel der Erwachsenen von 45 bis 65 Jahren ist laut Report gegen Keuchhusten immunisiert. Auch die Grippeschutzimpfung werde zu wenig angenommen.

Norovirus plagt viele Brandenburger

Mehr Brandenburger für notwendige Impfungen zu gewinnen, sei deshalb eine wichtige Aufgabe der Gesundheitsvorsorge im Land, so das märkische Gesundheitsministerium.

Weitere Ergebnisse: Mehr als 8000 Menschen erkranken im Land Brandenburg jedes Jahr am Norovirus. Die Durchfallerkrankung ist die häufigste Infektionskrankheit, die in Brandenburg der Meldepflicht unterliegt.

42 Prozent aller Meldungen gingen darauf zurück. Magen-Darm-Infektionen insgesamt sind für drei Viertel der Meldungen ursächlich.

Dabei sind Salmonellen immer seltener Krankheitsursache. Der Bericht führt das darauf zurück, dass bestimmte Salmonellen, die vorwiegend in Eiern und Geflügel vorkommen, zurückgingen.

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