Direkt zum Inhaltsbereich

Keuchhusten

Impfschutz lässt mit der Zeit nach

Gegen Keuchhusten kann man sich impfen lassen. Doch allerdings sinkt der Impfschutz mit den Jahren, wie eine Studie jetzt zeigt.

Veröffentlicht:
Einem Mädchen macht der Husten zu schaffen.

Einem Mädchen macht der Husten zu schaffen.

© iStockphoto / Thinkstock

OAKLAND (ple). Innerhalb von fünf Jahren sinkt die Effektivität der Impfung gegen Pertussis von 95 Prozent auf 71 Prozent, haben US-Forscher berechnet.

Einer US-Studie zufolge lässt der Impfschutz vor einer Infektion mit Pertussis-Erregern nach der fünften Impfung kontinuierlich nach.

Wissenschaftler errechneten eine Zunahme der Infektionswahrscheinlichkeit um jährlich 42 Prozent. Diese Entwicklung hielt in der Studie über fünf Jahre an.

An der Fall-Kontroll-Studie nahmen 277 geimpfte Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren teil, die im PCR-Test auf Bordetella pertussis und B. parapertussis positiv waren, sowie 3318 PCR-negative Kinder im gleichen Alter und mehr als 6000 Kinder in der Kontrollgruppe (NEJM 2012; 367: 1012).

Kinder nach der fünften Impfung untersucht

In den Studienzeitraum fiel die höchste Inzidenz an Pertussisinfektionen in Kalifornien seit 1958. In vielen Bundesstaaten der USA müssen Kinder bis zur Einschulung fünf DTaP-Dosen (Diphtherie-Tetanus-Pertussis [azellulär]) erhalten, sind also zwischen vier und sechs Jahre alt - ähnlich wie in Deutschland -, wenn sie die fünfte Impfung bekommen.

Nach der fünften Impfung nahm die Wahrscheinlichkeit, dass die geimpften Kinder an Keuchhusten erkrankten, jährlich um 42 Prozent zu. Dazu stellten die Forscher eine weitere Berechnung auf.

Vorausgesetzt, die Effektivität der DTaP-Impfung liege bei 95 Prozent und damit das Risiko, an Keuchhusten zu erkranken, bei geimpften Kindern nur bei 5 Prozent im Vergleich zu ungeimpften Kindern, würde sich das Erkrankungsrisiko - nach fünf jährlichen Steigerungen jeweils um den Faktor 1,42 auf insgesamt 29 Prozent erhöhen.

Parallel würde die Effektivität der Impfung von 95 Prozent auf 71 Prozent sinken, so die US-Forscher.

Quelle: www.springermedizin.de

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Impflücken

So lassen sich Impfquoten steigern

Immunseneszenz

Einnahme von Spermidin wohl mit verbesserter Impfantwort verbunden

Das könnte Sie auch interessieren
Vier Einwände von Herzpatienten im Evidenzcheck

© imran kadir photography | Getty Images

Impfskepsis in der Praxis

Vier Einwände von Herzpatienten im Evidenzcheck

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Gut organisiert in die Grippesaison starten

© Abraham Gonzalez Fernandez | Getty Images

Impfmanagement

Gut organisiert in die Grippesaison starten

Anzeige | Viatris Germany GmbH
„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

© SrdjanPav | Getty Images

Impfkommunikation

„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Vorteile von Vamorolon

© Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, modifiziert nach [3−5, 6]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Neue Perspektiven für die Versorgung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, München
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kasuistik

Seltene Kristallarthropathie nach Bypass-Operation

Lesetipps