Leitartikel zur Rotavirus-Impfung

Steiniger Weg bis zur STIKO-Empfehlung

Sieben Jahre nach Einführung der Impfstoffe gegen Rotaviren will die Ständige Impfkommission (STIKO) jetzt den Schutz für alle Säuglinge empfehlen. Nutzen und Risiken der Impfung wurden in der langen Zeit ungewöhnlich penibel abgewogen.

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:
Rotavirus-Schluckimpfung: Kinder sollten den Impfstoff für einen optimalen Schutz möglichst früh bekommen.

Rotavirus-Schluckimpfung: Kinder sollten den Impfstoff für einen optimalen Schutz möglichst früh bekommen.

© st-fotograf / fotolia.com

Im neuen Impfkalender soll ab August bei allen Kindern im Alter unter sechs Monaten zur Schluckimpfung gegen Rotaviren geraten werden. Der Weg zu dieser Entscheidung war steinig: Für keine Impfempfehlung hat sich die STIKO bisher so viel Zeit gelassen.

Wirksamkeit, Nutzen und Verträglichkeit mussten dafür besonders klar belegt werden, so der STIKO-Vorsitzende Dr. Jan Leidel. Zwar können mit der Impfung viele Säuglinge vor schweren Gastroenteritiden bewahrt werden.

Denn jedes Jahr werden etwa 40.000 Fälle von Rotavirus-Brechdurchfällen bei unter Fünfjährigen gemeldet und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Fast die Hälfte der gemeldeten Patienten müssen zudem stationär behandelt werden. Aber: Tödliche Verläufe und bleibende Gesundheitsschäden durch Rotavirus-Infektionen sind sehr selten. Zahlen dazu fehlten in Deutschland und damit ein hartes Kriterium für eine generelle Impfempfehlung.

Ein weiterer Grund für den langen Entscheidungsprozess war sicher auch die schwere Krise der STIKO in den Jahren nach 2006...

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