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KBV rät

Masern-Impfstatus von Erwachsenen prüfen

Veröffentlicht:

BERLIN. Vor dem Hintergrund des schweren Masern-Ausbruchs in Berlin appelliert KBV-Vorstand Regina Feldmann an die Ärzte, den Impfstatus ihrer Patienten zu überprüfen.

Mehr als die Hälfte aller Masernfälle betreffe derzeit Jugendliche und junge Erwachsene.

"Gerade Hausärzte sollten bei ihren Patienten prüfen, ob alle Impfungen erfolgt sind", sagte Feldmann.

"Sprechen Sie Ihre Patienten direkt auf ihren Masern-Impfschutz an und holen Sie die Impfung gegebenenfalls nach." (mmi)

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Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 23.02.201508:07 Uhr

Status quo reicht nicht!

Angesichts des immer dramatischer werdenden Masern-Chaos nicht nur in Berlin fällt der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nichts anderes ein, als den Status quo zu fordern? In aller Seelenruhe weiter zu impfen, als sei das die Lösung und nicht Teil des eigentlichen Problems. Denn wir erreichen gar nicht diejenigen, die am dringendsten geimpft werden müssten. Und auch der 2-fache Kleinkinder-Impfschutz ist im Erwachsenenalter nur lückenhaft wirksam.

Der Tageszeitung ''DIE WELT'' habe ich zu
"Wissen Gesundheit BVKJ: Masernimpfungen sind ab 11. Lebensmonat möglich
GESUNDHEIT KINDERÄRZTE 21.02.15"
einen Kommentar geschrieben:
Dr. med. Thomas G. Schätzler •
Das Masern- und auch Mumps- bzw. Röteln-Problem (MMR) ist nicht so einfach lösbar: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und Robert Koch-Institut (RKI), Berlin, haben zu Masern (historisch "Morbilli" kleine Pest) einen 6-Punkte-Plan vorgelegt. Das Bundesgesundheitsministerium (BGM) hatte bereits 2013 eine Nationale Verifizierungskommission Masern/Röteln (NAVKO) installiert. Doch es reicht nicht, das Problem auszudiskutieren. Es müssen Taten folgen.

In Berlin sind die meisten Masern-Patienten nicht Kinder, sondern 18- bis 43-Jährige. Dies lässt auf mangelhaften Impfschutz selbst schließen und entlarvt den von Impfstoff-Industrie und manchen Lehrbüchern behaupteten lebenslangen Antikörper-Schutz durch 2-malige MMR-Impfungen im Kleinkindesalter als einen Trugschluss. Hinzu kommt, dass primär ungeimpfte Migranten bzw. Asylbewerber aus Armuts- und Schwellenländern dieser Infektion schutzlos ausgeliefert sind.

Die reflexartig empfohlene, möglichst frühe Erstimpfung ab dem 11. Lebensmonat entlarvt sich als Pseudo-Strategie: Defay, F. und Kollegen stellten dies mit dem Titel: "Measles in Children Vaccinated With 2 Doses of MMR." in "Pediatrics" 2013; 21. Oktober klar: Die frühe Masernimpfung bei Kindern im Alter von zwölf Monaten sei eher ungünstig. Nach Daten dieser kanadischen Studie sei die Gefahr, dass der Impfstoff dann versagt, fünfmal höher. Besser sei es, mit einer Erstimpfung erst im 15. Lebensmonat zu beginnen.
Überlegungen, eine generelle Auffrischung gegen MMR im Erwachsenenalter grundsätzlich zu empfehlen, sind erforderlich, solange kein besser und länger wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht.
Quelle:
http://www.welt.de/gesundheit/article137692028/Masernimpfungen-ab-11-Lebensmonat-moeglich.html

Dr. Wolfgang P. Bayerl 22.02.201500:38 Uhr

na ja, wenigstens die Eltern von Kleinkindern

da gibt es doch genug "Kontrollen".

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