Ärzte Zeitung, 23.05.2016

Zika

Impfstoff soll ab November getestet werden

RIO DE JANEIRO. Brasilien und die USA kommen bei der Entwicklung einer Vakzine gegen Zika schneller voran als gedacht. Im November sollen die ersten Tests an Affen und Mäusen starten.

Wie der brasilianische Gesundheitsminister Ricardo Barros mitteilte, sei man bis zu den ersten Tests zunächst von zwölf Monaten ausgegangen, nun schaffe man das in neun Monaten.

"Das ist eine Rekordzeit."Im Februar war vereinbart worden, dass die Universität Texas und das Institut Evandro Chagas im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará gemeinsam einen Impfstoff gegen das primär von Mücken übertragene Virus entwickeln.

Es kann bei einer Infizierung von Schwangeren schwere Schädelfehlbildungen bei den Babys zur Folge haben.Die Vakzine soll nach derzeitiger Planung als einmalige Dosis verabreicht werden und spätestens 2018 zur Verfügung stehen.

Das brasilianische Gesundheitsministerium unterstützt die Entwicklung mit 10 Millionen Reais (2,5 Mio. Euro). In Brasilien gab es seit Oktober 1384 bestätigte Fälle von Schädelfehlbildungen (Mikrozephalie) bei Babys - in 207 Fällen davon konnte eine Zika-Infektion nachgewiesen werden.

Zwar ist im südamerikanischen Winter die Aktivität der Moskitoart Aedes aegypti weit geringer als im Sommer, aber für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5.-21. August) werden besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen.

Auch mit Blick auf die mögliche Übertragung durch ungeschützten Geschlechtsverkehr wird im Olympischen Dorf zudem mit 450.000 Stück eine Rekordzahl an Gratis-Kondomen bereitgestellt. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »