Ärzte Zeitung, 28.01.2004

Erneut Toter durch Vogelgrippe

WHO verschärft Warnung vor weltweiter Grippeepidemie

HANOI/BANGKOK (dpa). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der in Asien grassierenden Vogelgrippe ihre Warnung vor einer weltweiten Grippeepidemie mit Millionen von Toten verschärft. Auch China und Laos bestätigten einen Ausbruch der Geflügelpest.

Derzeit bewege sich der beim Menschen vorkommende Influenza-Virustyp H3N2 von Europa und den USA auf Asien zu, wo er auf das Geflügelpest-Virus H5N1 treffen könnte, sagte der WHO-Direktor für die Region Westpazifik, Sigeru Omi, in Hanoi.

Über eine Kreuzung beider Typen könnte eine von Mensch zu Mensch übertragbare Grippe entstehen, "die das Potential hat, zu einer Pandemie zu werden, die Millionen töten wird.

Je mehr Geflügel infiziert wird, um so größer wird die Chance, daß sich Menschen anstecken." Und je mehr Menschen sich ansteckten, desto größer werde das Risiko für die Entstehung einer von Mensch zu Mensch übetragbaren Variante.

Inzwischen ist in Thailand ein zweiter Mensch an der Vogelgrippe gestorben, in Vietnam bislang sechs.

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