Ärzte Zeitung, 07.02.2005

Grippe-Impfung bei Auslandsreisen empfohlen

NEU-ISENBURG (dpa/eb). Die zunehmende Gefahr einer weltweiten Grippewelle kann nach Expertenmeinung kaum gebannt werden.

"Es gibt derzeit keine ausreichend effektiven Medikamente gegen eine weltweite Grippe-Epidemie", sagte Professor Stephan Ludwig vom Institut für Molekulare Virologie an der Universität Münster in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Besonders gegen die neuen in Asien aufgetauchten aggressiven Varianten der Grippe könnten die verfügbaren Arzneimittel nur wenig ausrichten.

Influenza verbreitet sich zunehmend in den Ländern der nördlichen Halbkugel. Außer den deutschen Gesundheitsbehörden melden auch Belgien, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, die Niederlande, Österreich, Portugal, die Schweiz und Spanien steigende Zahlen von Grippekranken, berichtet das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf.

Eine Grippeimpfung bei Reisen in solche Länder wird daher empfohlen. Ein vollständiger Impfschutz besteht erst zwei Wochen nach der Impfung. Reisende sollten daher möglichst früh an eine Immunisierung denken.

Welches Ausmaß die Grippewelle in dieser Saison nehmen wird, läßt sich derzeit nicht vorhersagen. Experten warnen jedoch vor einer ausgeprägten Grippe-Epidemie. Besonders ältere Menschen und chronisch Kranke sollten sich impfen lassen.

Infos zur Grippewelle im Ausland gibt es unter www.crm.de und www.travelmed.de unter "Aktuelle Meldungen".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »