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Vergangene Influenzawelle war besonders heftig

BERLIN (gvg). Die Grippesaison 2004 / 2005 war eine der heftigsten der vergangenen zehn Jahre. Die Zahl der grippebedingten Arztbesuche war viermal so hoch wie im Vorjahr. Die Zahl der Toten und Klinikeinweisungen erreichte die des bisherigen Influenza-Rekordjahrs 2002 / 2003.

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Das sind die wichtigsten Resultate der Auswertungen der vom Berliner Robert Koch-Institut (RKI) koordinierten Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI). Die AGI analysiert jedes Jahr Daten Influenza in Deutschland und veröffentlicht sie.

Insgesamt 783 Praxen des bundesweiten Überwachungssystems melden Jahr für Jahr die Zahl ihrer Grippe-Patienten an das RKI. Insgesamt seien 4,7 bis 6,2 Millionen Arztkontakte auf Influenza zurückzuführen gewesen. Darauf wies RKI-Mitarbeiterin Dr. Brunhilde Schweiger gestern in Berlin hin.

    Impfstoff für diese Saison ist noch besser.
   

15 000 bis 20 000 Menschen, die an Grippefolgen starben, und 22 000 bis 32 000 Klinikeinweisungen wurden im vergangenen Winter registriert. Volkswirtschaftlich schlugen bei den Patienten etwa zwei Millionen Arbeitsunfähigkeitstage zu Buche.

"Die abgelaufene Saison war vor allem durch eine breite Peak-Phase gekennzeichnet, die sich im Februar und März über mehrere Wochen hinzog", so Schweiger. Der Grund für diese ungewöhnliche Konstellation: Die drei an der Grippewelle beteiligten Virustypen A (H3N2 und H1N1) und B erreichten ihr Maximum jeweils knapp zeitversetzt.

Bei der vergangenen Grippewelle dominierte der Subtyp Influenza A (H3N2). Er reagierte im Hämagglutininhemmtest mit Immunseren gegen den als Impfstamm eingesetzten H3N2-Virusstamm A/Wyoming recht gut. Die Impfung war also wirksam.

Sie hätte aber besser sein können, wenn der Impfstoff den H3N2- Stamm A/California enthalten hätte. Denn auf solche Impfseren reagierte der dominante Influenza-Virus der vergangenen Grippewelle im Test noch besser. Deshalb wurde die H3N2-Komponente des Grippeimpfstoffs für die jetzt kommende Saison verändert. Die H1N1- und die B- Komponente des Impfstoffs bleiben unverändert.

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