Ärzte Zeitung, 14.05.2009

Adjuvantierte Influenza-Vakzine bei Kindern geprüft

MAINZ (MV). Der bisher nur für Erwachsene zugelassene MF59-adjuvantierte Influenza-Impfstoff hat sich in einer Studie bei Kindern als sicher erwiesen. Im Vergleich zu der konventionellen Influenza-Spalt-Vakzine ist er deutlich immunogener.

Wie Professor Fred Zepp aus Mainz auf dem Pädiatrie Update in Mainz berichtet hat, sind in einer Studie 269 gesunde Säuglinge und Kleinkinder im Alter zwischen 6 und 36 Monaten vor der Wintersaison 2006/2007 mit MF59-adjuvantiertem Influenza-Subunit Impfstoff (Fluad®) oder einem konventionellen Spaltimpfstoff geimpft worden.

Außer einer in der MF59-Gruppe häufigen Schwellung an der Injektionsstelle (12 Prozent versus 5 Prozent) hätten sich keine signifikanten Unterschiede für unerwünschte Wirkungen in beiden Gruppen ergeben. Bei beiden Vakzinen habe sich die stärkste Immunantwort für den Stamm A/H3N2 ergeben, gefolgt von A/H1N1 und B.

Der M59-adjuvantierte Impfstoff induziere aber signifikant höhere Seroprotektionsraten und Antikörpertiter als der Spaltimpfstoff. Die Titer fielen über die Nachbeobachtungszeit von sechs Monaten nach Verabreichung beider Impfstoffe, die von dem MF59-haltigen Impfstoff induzierten Antiköpertiter blieben aber konsistent höher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »