Ärzte Zeitung, 17.10.2011

Noch bleibt Zeit für die Grippeimpfung

Eine Grippewelle erreicht Deutschland meist erst Ende Dezember oder später. Die Impfung ist daher den ganzen Herbst über möglich, betont das Paul-Ehrlich-Institut.

Noch bleibt Zeit für die Grippeimpfung

Eine Grippeimpfung kann auch noch im November oder Anfang Dezember erfolgen, so das PEI.

© Bernhard Classen / imago

LANGEN (hub). 14 Tage benötigt der menschliche Körper bekanntlich, um nach der Grippeimpfung einen ausreichenden Immunschutz aufzubauen.

In den vergangenen Jahren hätte die saisonale Influenza Deutschland nie vor Ende Dezember erreicht, so das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen. "November und selbst Anfang Dezember sind also noch absolut geeignet für die Impfung", teilt das PEI der "Ärzte Zeitung" mit.

Keine Frist für Grippeimpfungen

Die Impfung sollte vorzugsweise im Oktober oder November erfolgen, schreibt etwa die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und auf der Homepage des Robert Koch-Instituts heißt es "vorzugsweise im Herbst".

Grippeimpfungen können also noch länger erfolgen, es gibt keine zeitliche Grenze. Das PEI hat bisher über 20 Millionen Dosen Grippeimpfstoff freigegeben.

Drei Virusstämme in Impfung enthalten

Die Zusammensetzung der aktuellen Vakzine entspricht jener der vergangenen Saison, es sind die gleichen drei Virusstämme enthalten. Dennoch sollten jetzt auch jene Menschen geimpft werden, die bereits vergangene Saison eine Impfung erhalten hatten.

"Der Grund für diese Empfehlung ist, dass die Dauer des Schutzes vor Influenza nach der Impfung begrenzt ist und viele Geimpfte nach Ablauf eines Jahres vermutlich nicht mehr ausreichend geschützt sind", so das RKI auf seiner Homepage.

Impfung für alle über 60 und chronisch Kranke empfohlen

So hätten in einer Studie mit über 65-Jährigen einen Monat nach der Impfung 80 Prozent einen schützenden Antikörperspiegel, nach einem Jahr aber nur noch 34 Prozent.

Bei jüngeren Erwachsenen habe sich bei insgesamt etwas höheren Antikörperspiegeln ein ähnlicher Rückgang gezeigt. Empfohlen ist die Grippeimpfung für alle über 60 Jahre und - unabhängig vom Alter - chronisch Kranke.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des RKI unter rki.de.

[18.10.2011, 15:13:44]
Dr. Horst Grünwoldt 
Impftechnik
Warum muß eine Schutzimpfung gegen eine Atemwegs-Infektion überhaupt als intramuskuläre Injektion erfolgen?
Schließlich handelt es sich per se und per primam um eine Atemwegserkrankung, deren systemische Auswirkung erst verzögert dann auch Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen macht.
Und jede i.m. -Injektion ist auch immer eine Körperverletzung!

Etwa nur, um kurzfristig und vorübergehend einmal durch den Eingriff die humoralen Antikörper gegen alles mögliche zu "boostern" und damit schon den Anti-Grippe-Impfstoff als wirksam deklarieren zu können?
Und dazu bedarf es auch noch der sog. Adjuvantien und Hemmstoffe (Al und Formaldehyd u.a.) als mögliche Verursacher von Auto-Immunreaktionen!
Wie gründlich sind die derzeitigen Grippe-Impfstoffe von Hühnerei-Fremd-Proteinen gereinigt?
Wann endlich machen sich die Impfstoff-Experten und Vakzine-Hersteller die geringe Mühe, mittels eines Attenuierten-Antigen-Aerosols die empfindliche Eintrittspforte für Influenza-Viren, die Nasen- und Rachenschleimhäute, durch die Stimulierung der IgA für Grippeviren dicht zu machen?
Warum können die Molekularbiologen nicht mittels PCR die jeweiligen N- und H- Antigene reproduzieren und nach entsprechender Behandlung als Impfantigene an der Infektions-Pforte einsetzen?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt aus Rostock
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[18.10.2011, 14:39:22]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Influenza auch bei geimpften Patienten?
Die erwähnte Studie mit über 65-Jährigen, die einen Monat nach der Impfung nur zu 80 Prozent und nach 12 Monaten nur noch zu 34 Prozent Influenza-schützende Antikörperspiegel aufwiesen, bedeutet doch im Umkehrschluss: Bis zu 20 % der Älteren haben nach der Erstimpfung keinen Impfschutz, und auch die Zweitimpfung 12 Monate später kann den vollständigen Influenzaschutz nicht garantieren.

Dies stimmt überein mit meiner Praxisbeobachtung, dass einzelne, überwiegend ältere Patienten trotz Vaccination an saisonaler Influenza erkranken. MfG  zum Beitrag »
[18.10.2011, 09:54:35]
Dr. Halil Alsael 
Die Nebenwirkungen müssen ausführlicher diskutiert werden.
Liebe Kollegen,
oft wird für Grippeimpfung propagiert aber wenig wird es von den Nebenwirkungen der Impfung gesprochen. Bis jetzt habe ich mich 3-mal impfen lassen(das letzte Mal war vor einer Woche). Jedes Mal bekomme ich starken Rückenschmerzen, die mindestens eine Woche andauern. Mein Rücken ist sehr starr, als ob ich im Rücken Holzstücke statt Muskeln habe.
Ich rede mich immer ein, dass dies Mal anderes laufen wird, aber es ist leider nicht so.
In der Zukunft werde ich mich nicht mehr impfen lassen.
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