Ärzte Zeitung, 02.09.2012

Für Grippesaison 2012/13

Fluenz® erhält Zulassung

WEDEL (eb). Der nasale Influenza-Impfstoff Fluenz® hat von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA die saisonale Zulassung für die Grippesaison 2012/2013 erhalten, teilt AstraZeneca mit.

Damit werde im September erstmals ein Influenza-Impfstoff für Kinder und Jugendliche ab einem Alter von 24 Monaten bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, der nasal appliziert wird, in den deutschen Markt eingeführt. Die Virenstammzusammensetzung des attenuierten Lebendimpfstoffes (A/California/7/2009 (H1N1), A/Victoria/361/2011 (H3N2), B/Wisconsin/1/2010) entspreche der Empfehlung der WHO.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) spreche sich dafür aus, dass die nasale Impfung wegen seiner besseren Wirksamkeit auch gesetzlich versicherten Kindern von den Krankenkassen zur Verfügung gestellt werden sollte, so der Hersteller.

Im Gegensatz zu den konventionellen Influenza- Injektionsimpfstoffen, die zu der Gruppe der trivalenten Totimpfstoffe (TIV) gehören, stimuliert Fluenz® die Immunabwehr auf dem natürlichen Weg. Durch die nasale Applikation wird eine mukosale Immunität direkt an der Eintrittspforte der Influenzaviren induziert.

Der Schutz wird folglich dort erzielt, wo eine Influenza-Infektion beginnt. Zusätzlich werde durch die Immunisierung mittels Lebendimpfstoff eine systemische Immunität erzeugt, so der Hersteller.

Fluenz® habe in über 70 klinischen Studien mit mehr als 40.000 Kindern und Jugendlichen seine Wirksamkeit unter Beweis gestellt: Langzeiterfahrungen auch aus dem praktischen Alltag mit der Vakzine liegen unter anderem aus den USA vor, wo der nasale Impfstoff bereits seit 2003 unter dem Namen FluMist® zugelassen ist.

Seit 2003 seien weltweit bisher circa 50 Millionen Dosen vertrieben worden, heißt es in der Mitteilung von AstraZeneca.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »