Impfempfehlung

Experte befürchtet starke Grippewelle

JENA (dpa). Eine starke Grippewelle in Australien lässt nach Expertenmeinung auch für Deutschland in diesem Winter nichts Gutes ahnen.

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Die Daten der Südhalbkugel, wo derzeit Grippesaison sei, deuteten auf eine stärkere Grippewelle im kommenden Winter auch in hiesigen Breiten hin, erklärte der Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten, Professor Peter Wutzler, in Jena.

"Deshalb rate ich besonders allen älteren Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen, sich unbedingt impfen zu lassen."

Eine Impfung sei vor allem älteren Menschen und chronisch Kranken angeraten. Doch auch bei allen anderen könne eine Grippe zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.

Die australischen Behörden hätten zu Beginn der Grippesaison auf der Südhalbkugel doppelt so viele Influenza-Fälle registriert wie im Vorjahreszeitraum, erklärte Wutzler.

Erst jüngst seien drei Kinder unter sechs Jahren an den Folgen einer solchen Infektion gestorben.

Den Angaben zufolge hat das Paul-Ehrlich-Institut bisher 8,3 Millionen Impfstoffdosen für die Saison 2012/2013 freigegeben. Einige Hersteller hätten schon mit der Auslieferung begonnen.

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Kommentare
Dr. Horst Grünwoldt 10.09.201219:37 Uhr

"Grippe-Wellen"-Prognose

Ich meine, daß dem kritischen Kommentar von Dr. Popert ganz und gar zuzustimmen ist.
Nachdem die Influenza- und Seuchen-Experten uns einst den infektiösen Vogelflug von Ost (-Asien) nach West (-Europa) auf den Breitengraden weismachen wollten, sehen sie augenschenlich jetzt wg. der angesagten "Welt"-Klimaerwärmung schon die Längengradrichtung von Süd (-Afrika) nach Nord(-Europa) als paradoxe Grippe-Kranken-Flugroute schon bald voraus.
Zum Glück liegt dazwischen ein natürlicher "Cordon sanitaire" - die tropisch äquatoriale Klima-Zone zwischen den Wendekreisen von Krebs und Steinbock von ca. 5.000 Kilometern geographischer Breite.
Nach meinen westafrikanischen Jahren, spielen dort Erkältungs- und Grippekrankheiten eine ganz untergeordnete Rolle im epidemiologischen Geschehen.
Ja Gott, wenn leider Kinder zu den influenza-empfindlichsten Opfern gehören, warum erfolgt dann wiederholt der Aufruf, zunächst die älteren Menschen zu "boostern"? Glauben die Impfstoff-Hersteller wirklich, daß deren Immunsystem derart "abgeschlafft" ist oder sind die inzwischen durch jährliche Wiederholungs-Impfungen derart desensiblisiert , daß Impfungen mit "Verstärkern" keine (Neben-) Wirkungen mehr erzeugen können?
Schließlich sollten die über 60-Jährigen doch im Laufe der verschiedenen "Grippe-Wellen" in den zurückliegenden Jahrzehnten schon mit so vielen H- und N- mutierten Influenza-Virus-Antigenen in natürlichen Kontakt gekommen sein, daß bei ihnen eine solide Grundimmunität im Sinne einer "stillen Feiung" voliegen sollte.
Aus dem Desaster von Vogel- und Schweinegrippe-Prognosen und behördlichen Aktivitäten sollten vor allem die Politiker als Impfstoff-"Einkäufer" gelernt haben und unsere "Seuchen"-Experten des RKI und FLI rechtzeitig zum plausiblen Rapport bestellen. Von denen sollte ja niemand in den Verdacht der Pharma-Konnektion kommen!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (FTA Hygiene und Mikrobiologie), Rostock

Dr. Uwe Wolfgang Popert 10.09.201209:29 Uhr

Influenzarate normal

Wenn dieser sogenannte "Experte" die Statistiken der letzten 10 Jahre analysieren würde, käme er zu der Erkenntnis, dass wir nach der "Schweinegrippe-Epidemie" im letzten Jahr kaum Influenza-Fälle hatten.

Eine Normalisierung der Erkrankungshäufigkeit ist also zu erwarten.

Die ist immer noch um Zehnerpotenzen niedriger, als die in Deutschland immer wieder verbreitete irreleitende Statistik der "Übersterblichkeit in Wintermonaten", die uns als Influenzatote verkauft werden.

Und mit dem Argument kindlicher Sterbefälle kann man nicht wirklich für die Impfung von Senioren oder Multimorbiden werben, oder?

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