Ärzte Zeitung, 14.05.2014

Influenza

Impfspray in die Nase geht auch bei Obstruktion

Grippe-Impfung durch die Nase: Geht das auch bei Kindern mit Asthma bronchiale? Zwei Studien schaffen Klarheit.

BERLIN. Die nasal zu applizierende, lebend attenuierte Influenzavakzine (LAIV) wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) seit 2013 bei Kindern im Alter zwischen zwei und sechs Jahren mit Indikation für eine Influenzaimpfung als die zu bevorzugende Impfung empfohlen.

"Der Grund ist, dass sie in dieser Altersgruppe fast doppelt so gut wirkt wie der Totimpfstoff", sagte STIKO-Mitglied Professor Fred Zepp vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Mainz.

Asthma als Kontraindikation...

Mitunter herrscht allerdings eine gewisse Unsicherheit, weil Asthma bronchiale laut Fachinformation bei diesem Impfstoff als Kontraindikation gilt.

Grund ist die Sorge vor einer Verstärkung der Atemwegs-Symptome. Zepp wies darauf hin, dass dies nur für schwere Asthma-Erkrankungen gelte, nicht aber für die häufigen leichten Obstruktionen.

...gilt nicht für leichte Obstruktion

In Berlin berichtete Zepp über zwei randomisierte Studien zur Überprüfung der Sicherheit der LAIV bei Kindern zwischen zwei und fünf Jahren.

An beiden Studien hatte ein hoher Prozentsatz von Kindern und Jugendlichen mit mildem bis moderatem Asthma oder anamnestischem Giemen teilgenommen (Eur J Clin Microbiol Infect Dis 2012; 31: 2549).

Hinsichtlich obstruktiver Symptome gab es jeweils keine Unterschiede zwischen Lebend- und Totimpfstoff. "Bei Kindern mit leichter Obstruktion kann deswegen ohne Sorge mit dem neuen Impfstoff geimpft werden", so Zepp. (gvg)

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