Ärzte Zeitung, 18.06.2013

Coronavirus

WHO sieht Welt in Gefahr

RIAD. Die Weltgesundheitsorganisation sieht im neuen Coronavirus eine Gefahr für die ganze Welt. Die Zahl der Todesfälle steigt, vor allem in Saudi-Arabien. Dort sind nach Angaben lokaler Behörden zwei Ausländer nach einer Infektion gestorben.

Wie das Gesundheitsministerium am Samstag erklärte, handelte es sich um Männer im Alter von 46 und 21 Jahren, die in dem Land gearbeitet haben. Über die Nationalität der Opfer machten die Behörden keine Angaben.

Die Zahl der Toten sei damit in dem Königreich auf 28 gestiegen. Weltweit sind nach den jüngsten WHO-Zahlen mehr als 30 Todesfälle registriert, wobei der Schwerpunkt in der Golfregion liegt. Am Sars-Erreger waren vor zehn Jahren rund 800 Menschen gestorben.

Unzureichende Informationen über Übertragungswege

Experten wünschen sich mehr Informationen von den arabischen Behörden. Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hatte kürzlich erklärt, die unzureichende Information erschwere es, die Übertragungswege und das Infektions- und Erkrankungsmuster abzuschätzen.

Das Virus war im Frühjahr 2012 erstmals bei einem Mann aus Saudi-Arabien entdeckt worden. In Deutschland war im vergangenen März ein Mann in München an den Folgen der Infektion gestorben. Auch er stammte aus der Golf-Region.

Der mit dem Sars-Virus verwandte Erreger MERS-CoV (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) löst grippeähnliche Symptome aus und kann zu Nierenversagen und schweren Lungenentzündungen führen. (eb)

[18.06.2013, 06:54:31]
Wilfried Soddemann 
Coronaviren fäkal-oral übertragbar - via Trinkwasser
http://www.dvg.net/index.php?id=319
„… 
Coronaviren sind behüllte, oft unregelmäßig geformte RNA-Viren mit einem Durchmesser von 120 bis 160 nm.

Vorkommen und Bedeutung der Coronaviren
Coronaviren sind weit verbreitet. Sie infizieren zahlreiche Säuger- und Vogelarten, bei denen sie sich vor allem in den Epithelien des Atmungs- und des Verdauungstrakts vermehren. Aber auch Zellen des Nervengewebes, des Immunsystems oder verschiedener Organe können infiziert werden. Die Viren können dort Erkrankungen auslösen oder auch ohne Schädigung des Organismus über eine längere Zeit verweilen (persistieren). Die Übertragung kann als Tröpfcheninfektion (aerogen), als Schmutz- und Schmierinfektion (fäkal-oral) oder auch einfach durch Kontakt (mechanisch) erfolgen. Infektionen treten gehäuft im Winter auf. Jüngere infizierte Organismen können schwerer erkranken als ältere. Störungen des Immmunsystems und die unterschiedlichsten Belastungssituationen verstärken die Krankheitserscheinungen. Coronaviren verursachen zwischen 15 und 30 % der Erkältungskrankheiten des Menschen („grippaler Infekt“), sie gelten hier eher als „harmlos“. Hierzu ganz im Gegensatz gehen die meisten der zahlreichen für die Veterinärmedizin bedeutsamen Coronavirus-Infektionen mit hohen Erkrankungs- oder sogar Todesraten einher. … “

Coronaviren gelangen über den Verdauungstrakt in das Abwasser, damit in die Gewässer und schließlich in das Trinkwasser. Unsere Wasserwerke können die sehr kleinen Viren nicht filtern. Die empfindlichen umhüllten Coronaviren werden im kalten Trinkwasser konserviert. Deshalb treten die Infektionen gehäuft im Winter auf. Eintrittspforten der Coronaviren aus dem Trinkwasser sind beim Menschen die Augenbindehaut, die Nasenschleimhaut, die Mundschleimhaut und die Ohrtrommelfellmembran. Auch deshalb muss das Trinkwasser mit der Ultrafiltration, die die sehr kleinen Viren aus dem Wasser entfernen kann, für 5 Euro je Person und Jahr gefiltert werden.

Wilfried Soddemann
Bauassessor Dipl.-Ing.
Ltd. Regierungsbaudirektor a. D.
Mühlenstraße 5 b
48351 Everswinkel
Tel.: 0 25 82 - 99 13 66
Mail: soddemann-aachen@t-online.de
Homepage: http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren  zum Beitrag »

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