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Erfolg gegen Brechdurchfall

TAMPERE (hub). Brechdurchfall durch Rotaviren (RV) muss nicht sein. Es gibt wirksame Impfstoffe. Gastroenteritiden durch die Erreger können so drastisch reduziert werden. Der Pferdefuß: Die Impfung ist bei uns noch nicht allgemein empfohlen.

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Die Impfung sollte bis zur 24. oder 26. Lebenswoche abgeschlossen sein. © Sanofi Pasteur MSD

Die Impfung sollte bis zur 24. oder 26. Lebenswoche abgeschlossen sein. © Sanofi Pasteur MSD

© Sanofi Pasteur MSD

Die hohe Wirksamkeit eines der beiden in Deutschland verfügbaren Impfstoffe belegt eine aktuelle Publikation. Dabei wurde die pentavalente Rotavirus-Schluckimpfung RotaTeq® bei Säuglingen und Kleinkindern in Finnland eingesetzt. Verglichen mit ungeimpften Kindern ging die Zahl schwerer Gastroenteritiden durch die fünf in der Vakzine enthalten Rotavirusstämme um 98 Prozent zurück.

Klinikeinweisungen und Notfälle nahmen um 95 Prozent ab. Wurden Gastroenteritiden durch sämtliche Rotaviren betrachtet - also auch durch nicht im Impfstoff enthaltene Erreger -, war eine um 68 Prozent geringere Erkrankungsrate zu verzeichnen. Beobachtet wurde dabei der Zeitraum bis zu zwei Jahren nach erfolgter Impfung (Vaccine 28, 2009, 345).

Experten gehen davon aus, dass fast jedes Kind im Alter bis zu fünf Jahren eine RV-Infektion durchmacht. Das Spektrum der Erkrankung ist breit: von der asymptomatischen Form bis hin zur schweren Gastroenteritis mit lebensbedrohlicher Exsikkose.

Bis zu 20-mal Durchfall und Erbrechen innerhalb eines Tages können möglich sein. In Deutschland erkranken jährlich mehr als 400 000 Kinder, etwa 20 000 müssen wegen des schweren Verlaufs stationär behandelt werden. Die Impfung ist noch immer IGeL.

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