Vier weitere EHEC-Fälle in Hamburg

EHEC verunsichert erneut die Hamburger: In der Stadt werden immer mehr Fälle bekannt. Droht Norddeutschland eine neue Epidemie?

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Akte EHEC: Noch ist sie nicht geschlossen.

Akte EHEC: Noch ist sie nicht geschlossen.

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HAMBURG (nös). In Hamburg sind vier neue EHEC-Erkrankungen aufgetreten. Bei einem 11-jährigen Jungen und einem 3-jährigen Kindergartenkind seien enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) nachgewiesen worden, teilte die Gesundheitsbehörde der Hansestadt am Mittwoch mit.

Zudem sollen im Stadtteil Altona Anfang letzter Woche zwei Frauen im Alter von 68 und 88 Jahren an EHEC erkrankt sein. Beiden hätten Durchfallsymptome, ein positiver Laborbefund liege bereits vor.

Die beiden infizierten Kinder stammen den Angaben zufolge aus Blankenese und waren bereits vergangene Woche erkrankt. Der Junge soll zudem die gleiche Schule besucht haben wie ein sechsjähriges Mädchen, das bereits vor knapp zwei Wochen nach einer EHEC-Infektionen gestorben war.

Bei dem toten Mädchen wurde kurze Zeit später der EHEC-Serotyp O157 festgestellt. Die Behörden konnten damit Befürchtungen ausräumen, der epidemische Serotyp O104:H4 sei erneut aufgetreten.

Dieser Erreger, der zum hämolytisch-urämischen Syndrom HUS führen kann, hatte im vergangenen Jahr zu der bislang größten bekannten EHEC-Epidemie in Deutschland geführt.

Über 4000 Menschen erkrankten damals, mehr als 800 litten an einem HUS mit teils schweren Komplikationen. 53 Menschen starben.

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