Ärzte Zeitung, 20.04.2016

Barmer GEK

Mehr Impfungen gegen Masern in Thüringen

ERFURT. In Thüringen sind im vergangenen Jahr mehr Menschen gegen Masern geimpft worden.

In den ersten drei Quartalen 2015 verabreichten Ärzte nach Angaben der Barmer GEK rund 35 000 Impfdosen, in erster Linie die Mehrfachimpfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Im Vergleichszeitraum 2014 wurden nur 28 000 Masern-Impfungen abgerechnet.

"Die Impfappelle haben offenbar Wirkung gezeigt", so die Barmer. Eine große Rolle spielt nach Einschätzung der Kasse dabei die Masern-Welle im vergangenen Winter und Frühjahr und die öffentliche Diskussion um die Impfung. Immerhin 164 Thüringer waren 2015 an Masern erkrankt - so viele wie nie zuvor seit Einführung der Meldepflicht 2001.

Allein rund 100 Fälle entfielen auf Erfurt - sie waren zumeist auf einen Masern-Ausbruch an einer Waldorf-Schule zurückzuführen. Nach Berlin war Thüringen das Bundesland mit der höchsten Masern-Quote, so die Kasse unter Verweis auf das Berliner Robert Koch-Institut. Bezogen auf eine Million Einwohner wurden in Thüringen 76 Neuerkrankungen gezählt (Berlin: 355 Fälle je eine Million).

Masern- und Grippewelle haben in der Saison 2014/15 in Thüringen auch die Gesamtzahl der registrierten meldepflichtigen Infektionen in die Höhe getrieben.

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse wurden in der vergangenen Saison (Juli 2014 bis Juni 2015) 20 352 Fälle gemeldet. Ein Jahrgang zuvor waren es 12 723. Im Meldezeitraum 2014/15 hatte es 6512 Influenza-Fälle gegen (2013/14 256).(zei)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »