Ärzte Zeitung, 10.12.2012

Qualm macht krank

Passivrauchen begünstigt Meningitis

NOTTINGHAM. Passivrauchen ist bei Kindern mit einer deutlich erhöhten Rate invasiver Meningokokken-Erkrankungen assoziiert, berichten britische Forscher von der Universität Nottingham (BMC Public Health 2012; online 10. Dezember).

Ebenso haben Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft geraucht haben, ein erhöhtes Risiko für die Infekte, wie die Analyse von 18 Studien zu der Thematik ergeben hat.

So hatten Kinder, die zu Hause dem Qualm ausgesetzt waren, ein verdoppeltes Risiko für die schweren Infektionen im Vergleich zu Kindern ohne die Belastung, bei Kindern rauchender Schwangerer war das Risiko sogar verdreifacht.

Die Forscher schätzen, dass von 3007 invasiven Meningokokken-Infektionen im Jahr 2008 in UK 630 auf das Konto von Passivrauchen gehen.

An den schweren Infektionen stirbt nach Angaben der Forscher noch immer jeder 20. Betroffene und jeder Sechste behält zum Teil schwere Behinderungen zurück wie neurologische oder Verhaltensstörungen. (eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »