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Studien an Kieler Keim

Strategie gegen resistenten Acinetobacter

Antimikrobielle Peptide können multiresistente Erreger offenbar sehr wirksam abtöten.

Veröffentlicht:

KIEL. Das Bakterium Acinetobacter baumannii kann gegen alle vier wesentlichen Gruppen von Antibiotika resistent sein.

Forscher der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) konnten nun zusammen mit der Kieler Biotechnologie-Firma Planton in Laborversuchen zeigen, dass bestimmte körpereigene Eiweiße, sogenannte antimikrobielle Peptide, diese multiresistenten Erreger sehr wirksam abtöten konnten.

Als Schutz gegen Fremderreger produziert der Körper vor allem auf Haut und Schleimhäuten antimikrobielle Peptide (AMP), erinnert die Universität in Kiel. Es ist bekannt, dass diese AMP auch effektiv gegen manche Antibiotika-resistente Erreger wirken können.

Forschern der Universitäts-Hautklinik sowie des Instituts für Infektionsmedizin der Medizinischen Fakultät haben in Laborversuchen jetzt verschiedene AMP auf Kulturen des für den jüngsten Ausbruch in Kiel verantwortlichen Erregers 4MRGN gegeben.

Die Wissenschaftler konnten in diesen Versuchen feststellen, dass die multiresistenten Bakterien extrem effizient und schnell abgetötet wurden, heißt es in der Mitteilung.

"Wir waren in diesem Fall selbst überrascht von der hohen Wirksamkeit der AMP gegen die multiresistenten Bakterien", wird Professor Jürgen Harder, Infektionsbiologe an der Hautklinik, in der Mitteilung zitiert. (eb)

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