Ärzte Zeitung, 08.09.2009

Einmal Terbinafin vertreibt Fußpilz

Die Einmaltherapie mit Terbinafin bei Tinea pedis interdigitalis hält dem Vergleich mit anderen Antimykotika durchaus stand.

NEU-ISENBURG (sec). Die Einmalanwendung von Terbinafin ist anderen topischen Antimykotika nicht unterlegen, hat eine Meta-Analyse ergeben. Nach deren Daten ist Lamisil® Once den Wirkstoffen Clotrimazol, Oxiconazol und Ciclopiroxolamin sogar überlegen.

In der Meta-Analyse sind 32 doppelblinde, randomisierte und Placebo-kontrollierte Studien berücksichtigt worden. Teilnehmer waren nach einer Mitteilung von Novartis Consumer Health jeweils mindestens 30 Patienten mit Tinea pedis interdigitalis. Ein Studienendpunkt war immer die mykologische Heilung (negative Kultur und Mikroskopie).

Für jede dieser Studien wurde die Wirksamkeit des Antimykotikums als Differenz der Heilungsraten unter Verum und Placebo bestimmt. In einem zweiten Rechenschritt wurde dann der Effekt der einprozentigen filmbildenden Terbinafin-Lösung mit dem anderer Antimykotika durch Differenzbildung verglichen. Eine Differenz von mehr als 10 Prozentpunkten war als klinisch relevanter Effekt definiert.

Insgesamt ergab die Analyse, dass die Terbinafin-Einmalanwendung den übrigen topischen Antimykotika weder statistisch noch klinisch unterlegen ist (European Dermatology 4, 2009, 19). Dabei sei die Terbinafin-Einmalanwendung dem Wirkstoff Ciclopiroxolamin sogar klinisch überlegen gewesen, den Azolen Clotrimazol und Oxiconazol sowohl statistisch als auch klinisch.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »