Ärzte Zeitung, 15.06.2009

Grippe-Impfung schützt nicht vor neuer Grippe

ATLANTA(hub). Bisherige Influenza-Impfungen schützen nicht vor dem neuen H1N1-Virus. Das haben die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) herausgefunden (MMWR 58, 2009, 521).

Dazu wurden eingelagerte Patientenseren aus früheren Impfstudien untersucht: Vor der Grippe-Impfung gewonnene Seren von Kindern und Jugendlichen hatten keine Antikörper, die mit dem neuen H1N1-Virus kreuzreagieren. Bei 18- bis 64-Jährigen war dies bei 6 bis 9 Prozent der getesteten Seren der Fall. 33 Prozent der über 60-Jährige hatten solche Antikörper.

Nach einer Grippe-Impfung mit einem H1N1-Stamm aus Impfstoffen der Jahre 2005 bis 2008 ergab die Untersuchung der Seren folgendes Ergebnis: Bei Kindern und Jugendlichen sowie über 60-Jährigen gab es keinen Anstieg kreuzreagierender Antikörper gegen das Schweinegrippe-Virus, bei 18- bis 64-Jährigen verdoppelte sich die Menge solcher Antikörper. Saisonale Grippe-Impfstoffe seien somit nicht fähig, einen ausreichenden Schutz gegen das neue H1N1-Virus zu erzeugen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Jetzt aufstellen: Pandemieplan!

Lesen Sie dazu auch:
"Wir bereiten uns auf alles vor"
Zuversicht bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen H1N1
Pandemiestufe 6 - Signal für noch mehr Vorbereitung

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »