Ärzte Zeitung, 16.06.2009

Foto GSK, www.fotolia.de

Hohe Dunkelziffer bei H1N1 angenommen

Experten vermuten, H1N1 wird sich weitgehend asymptomatisch ausbreiten

NEU-ISENBURG (mut). Nach dem Tod einer Britin durch das neue H1N1-Virus rechnen Virologen mit weiteren Todesfällen in Europa. Zugleich schätzt die WHO die Pathogenität des Erregers ähnlich hoch ein wie bei einer saisonalen Grippe.

Die WHO geht auf ihrer Homepage davon aus, dass das neue Virus ähnlich oft zu schweren Erkrankungen führen wird wie die saisonale Influenza. Daran sterben weltweit etwa 500 000 Menschen pro Jahr. Sorgen bereitet der Organisation jedoch die Beobachtung, dass schwere und fatale Verläufe auch bei jungen Menschen beobachtet werden - bei saisonaler Influenza sterben vor allem alte und geschwächte Menschen.

Von einem eher gemäßigten Verlauf der H1N1-Pandemie gehen Deutsche Experten aus. Der Virologe Professor Peter Wutzler aus Jena vermutet, dass sich H1N1 weitgehend asymptomatisch in der Bevölkerung ausbreiten wird. Das sei sogar ein Vorteil: So könne es zu einer Durchimmunisierung der Bevölkerung kommen, die bei weiteren Ausbreitungswellen schützt.

Experten der US-Gesundheitsbehörde CDC gehen ebenfalls von inzwischen mehreren hunderttausend Infizierten aus, die keine oder nur milde Symptome haben.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Pandemie - und keiner merkt’s

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Versorgungswerke sitzen auf 184 Milliarden Euro

Auf die Frage nach der Leistungsfähigkeit der Versorgungswerke tut sich die Bundesregierung mit dem Blick in die Glaskugel schwer. Die Anzahl der Rentenempfänger werde wohl weiter deutlich zunehmen. mehr »