Ärzte Zeitung, 30.06.2009

Schwerer H1N1-Verlauf bereitet Sorgen

Schwerer H1N1-Verlauf bereitet Sorgen

MADRID (mut). Zwei schwere Verläufe von H1N1-Erkrankungen in Spanien nähren Befürchtungen, dass das Pandemie-Virus aggressiver werden könnte.

In Spanien wird eine schwangere 19-jährige Marokkanerin nach Medienberichten auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Madrid behandelt. Als "sehr ernst" wurde auch der Gesundheitszustand eines 32-Jährigen in Tarragona im Nordosten des Landes eingestuft. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind inzwischen mehrfach schwere Verläufe bei Schwangeren registriert worden. Auch einige schwere Verläufe bei zuvor gesunden jungen Personen geben Anlass zur Sorge, so die WHO.

Beim Großteil der Infizierten verläuft die Erkrankung jedoch nach wie vor milde, allerdings breitet sich das Virus nun auch in Europa rascher aus als zunächst vermutet. So sind Experten zunächst davon ausgegangen, dass der Sommer die Ausbreitung auf der Nordhalbkugel bremst. Frankreich und Großbritannien melden jedoch weiterhin rasch steigende Infektionszahlen. Bisher wurden weltweit etwa 70 000 Infekte registriert. Viele Länder melden die Infekte aber nicht oder nicht mehr.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »