Ärzte Zeitung, 27.07.2009

Ungeliebtes Mitbringsel aus dem Urlaub: H1N1-Viren

Ungeliebtes Mitbringsel aus dem Urlaub: H1N1-Viren

Neue Grippe: Zahl der Infektionen steigt durch Urlaubsreisewelle stark an

BERLIN(ble). Die Bundesregierung stellt sich auf eine rasante Ausbreitung der Schweinegrippe ein. Der Präsident des bundeseigenen Robert Koch-Instituts, Professor Jörg Hacker, rechnet täglich mit Hunderten neuen Fällen.

"Wir müssen mit höheren Fallzahlen in Deutschland rechnen. Und wir müssen mit schwereren Verläufen der Erkrankung rechnen", sagte der Wissenschaftler am Freitag bei einer Unterrichtung von Journalisten im Bundesgesundheitsministerium.

Ungeliebtes Mitbringsel aus dem Urlaub: H1N1-Viren

Viren verbreiten sich passiv - durch reisende Menschen.

Foto: dpa

Bislang sind nach den Worten von Gesundheitsstaatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder ein Großteil der bis zum Freitag registrierten Infektionen (circa 3200) durch Urlaubsheimkehrer importiert worden. So seien allein knapp 1000 Fälle der vergangenen Tage auf einen Spanien-Aufenthalt zurückzuführen. Am vergangenen Montag hatte die Zahl der Infektionen noch bei knapp 1500 gelegen. Die Zahl autochthoner Schweinegrippe-Erkrankungen liegt damit nur noch bei knapp 25 Prozent.

Einen Impfstoff wird es Schröder zufolge in Deutschland Ende September oder Anfang Oktober geben. Der Hersteller GSK soll dann rund 50 Millionen Impfdosen liefern. Vorgesehen ist, in einem ersten Schritt Gesundheitspersonal und besonders gefährdete Menschen zu impfen. Die Umsetzung ist Ländersache. Prinzipiell sollten sich aber alle interessierten Bürger impfen lassen können, so Schröder. Ankündigungen, wonach ein Impfstoff schon in den kommenden Wochen lieferbar sein könne, sei ein "Marketing-Gag".

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »