Donnerstag, 24. Mai 2012
Ärzte Zeitung, 02.11.2009

Guillain-Barré-Syndrom oder plötzlicher Tod sind Impfungen meist nicht anzulasten

Foto GSK, www.fotolia.de

CINCINNATI (mut/eis). In einer Bevölkerungsgruppe von 10 Millionen Menschen sind binnen sechs Wochen - und zwar auch ohne Impfkampagnen - 22 Erkrankungen an Guillain-Barré-Syndrom (GBS) plus 6 plötzliche Todesfälle zu erwarten, berichten US-Epidemiologen (The Lancet online).

Bei Massenimpfungen ist es wichtig, solche Zahlen zu kennen, um mögliche unerwünschte Effekte vom statistischen Hintergrundrauschen zu unterscheiden. Sollten in Deutschland also 50 Millionen Dosen Schweinegrippe-Vakzine verimpft werden, ist in zeitlichem Zusammenhang mit den Impfungen mit etwa 100 GBS-Erkrankungen und 30 Todesfällen zu rechnen; die Ereignisse würden aber auch ohne die Impfung auftreten. Für die Analyse wurden statistische Daten zu plötzlichen Todesfällen und seltenen neurologischen Erkrankungen ausgewertet.

Lesen Sie dazu auch:
Studie zum Auftreten von Guillain-Barré-Syndrom

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Studie mit Zündstoff: Katheter bei stabiler KHK?

Die kontroverse Debatte darüber, ob die perkutane Koronarintervention (PCI) bei stabiler KHK mehr als "nur" die Symptome verbessert, hat jetzt mit aktuellen Studiendaten neue Nahrung erhalten. mehr »

"Ärzte Zeitung" und AOK suchen einen Landarzt

"Landarzt gesucht" - unter diesem Motto wollen die "Ärzte Zeitung" und der AOK-Bundesverband für die Gemeinde Woldegk im südlichen Mecklenburg einen neuen Hausarzt finden. Im Interview sprechen der AOK-Chef und der Chef von Springer Medizin über die Hintergründe. mehr »

Klinik Bremen-Mitte: Schlamperei mit Handschuhen

Die Frühchen-Intensivstation des Klinikums Bremen-Mitte sorgt weiter für Schlagzeilen: Jetzt ist ein neuer Bericht aufgetaucht - es geht um kontaminierte Handschuhe. Außerdem wurde der damalige Klinik-Chefarzt zu Unrecht entlassen. mehr »