Ärzte Zeitung, 20.08.2010

Narkolepsie durch Schweinegrippe-Impfung?

Narkolepsie durch Schweinegrippe-Impfung?

UPPSALA (hub). Von sechs Verdachtsfällen einer Narkolepsie im Zusammenhang mit der Impfung gegen das pandemische H1N1-Virus berichtet die schwedische Arzneimittelbehörde MPA auf ihrer Website. Die Berichte beziehen sich auf Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren, die Symptome zeigten, die zu einer Tagesschläfrigkeit passen.

Die Diagnose sei durch sorgfältige medinische Untersuchungen erfolgt. Die Symptome seien ein bis zwei Monate nach der Impfung aufgetreten. Zum jetzigen Zeitpunkt lägen allerdings nicht ausreichend Informationen vor, um eine Beziehung zwischen den Symptomen der Betroffenen und der Impfung zu ziehen, so die MPA.

In der EU wurden 30 Millionen Menschen gegen H1N1 geimpft, aus der Sicherheitsdatenbank sein nur ein weiterer Narkolepsiefall berichtet worden, schreibt die MPA. Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts gibt es in Deutschland keine entsprechenden Meldungen. Die normale Narkolepsie-Inzidenz liegt bei uns knapp unter 1 pro 100 000 und Jahr.

Lesen Sie dazu auch:
Pandemrix® - in Schweden alles im grünen Bereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »