Ärzte Zeitung online, 08.04.2014

Klebsiella

Marburger Frühchen stirbt nach Sepsis

In Marburg ist ein extrem kleines Frühchen nach einer Keiminfektion gestorben. Auch der Zwilling ist erkrankt.

MARBURG. Am Uniklinikum Marburg ist ein Frühchen nach einer Sepsis gestorben. Das Kind habe nach einer Infektion mit Klebsiella oxytoca eine Sepsis entwickelt und sei später gestorben, teilte der Betreiber Rhön-Klinikum am späten Montagnachmittag mit.

Das Kind war mit einem Geburtsgewicht von weniger als 500 Gramm jedoch extrem klein und litt womöglich außerdem an einer Stoffwechselerkrankung. Auch der Zwilling des verstorbenen Säuglings habe eine K.-oxytoca-Sepsis entwickelt. Bei beiden Kindern sei umgehend eine "adäquate antibiotische Therapie" eingeleitet worden.

Weitere Sepsisfälle gibt es laut Rhön nicht. Auch seien die weiteren Frühgeborenen auf der Station nicht mit dem Keim besiedelt. Besondere Antibiotikaresistenzen seien nicht nachgewiesen worden. Nach dem ersten Bekanntwerden sei sofort das Gesundheitsamt eingeschaltet worden. (nös)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »