Vogelgrippe erreicht Europa

BRÜSSEL (dpa/mut). Auch nach dem Nachweis des für Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 in der Türkei sehen Experten derzeit keine Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung in Deutschland.

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EU-Kommissar Markos Kyprianou hatte gestern Vormittag mitgeteilt, daß es sich bei dem Vogelgrippe-Virus in der Türkei tatsächlich um den Stamm H5N1 handelt, der auch in Asien kursiert. Das Virus sei einem anderen Erreger sehr ähnlich, der vor einigen Monaten in Asien und in Sibirien gefunden worden sei.

Nach Angaben des Kommissars wird es erst heute Klarheit darüber geben, ob es sich auch bei einem in Rumänien aufgetauchten Virus um den Typ H5N1 handelt. Für die Analyse des H5-Subtyps seien mehrere Tage nötig, weil die Viren erst in Hühner-Eiern vermehrt werden müssen, so Elke Reinking von Friedrich-Löffler-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, zur "Ärzte Zeitung".

Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg erinnerte gestern daran, daß von der Vogelgrippe für Bürger in Deutschland aktuell keine Gefahr ausgehe. Bislang hätten sich nur Personen in asiatischen Ländern infiziert, die engen Kontakt mit Geflügel hatten.

Der Erreger werde bisher nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Reisende sollten jedoch in betroffenen Ländern jeden Kontakt mit ungekochtem Geflügel oder mit Geflügelkot vermeiden.

Lesen Sie dazu auch: Im Kampf gegen die Vogelgrippe werden Grenzkontrollen verschärft

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