Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

H5N1-Virus bleibt unberechenbar

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Daß H5N1 so früh nach Deutschland kommt, damit hatte niemand gerechnet. Eigentlich war die Ankunft der Vogelgrippe in Deutschland erst für den März oder den April befürchtet worden - dann, wenn die großen Zugvögelschwärme nach Norden aufbrechen.

Weshalb und wie das Virus jetzt, noch im Winter, die Strecke bewältigt hat, das dürfte so manchem Vogelkundler Rätsel aufgeben. Das zeigt auch, wie wenig wir derzeit über H5N1 wissen.

Beunruhigend ist jedoch, daß sich das Virus innerhalb eines Jahres über fast ganz Asien bis nach Europa ausgebreitet hat - nachdem es sieben Jahre lang nur in Südostasien gewütet hatte. Weshalb es plötzlich zu dieser schnellen Verbreitung kam, darauf weiß ebenfalls noch keine Experte eine befriedigende Antwort.

Doch wenigstens eines wissen wir sicher: Kein Mensch kann an dem Virus erkranken, solange er nicht direkt mit infiziertem oder totem Geflügel Kontakt hat. Wer nicht selbst Hühner züchtet, und wer tote Schwäne einfach liegen läßt, der hat also nichts zu befürchten.

Am meisten Grund zur Angst haben nach wie vor Geflügelzüchter. Sie müssen vor allem um ihre Tierbestände fürchten. Doch selbst Bauern dürfen hoffen, daß mit dem Ende der Vogelwanderungen der Spuk wieder verschwindet, ohne daß es in Deutschland zu einer Tier-Epidemie kommt. Denn nicht in jedem Land, in dem es zu vereinzelten Ausbrüchen kam, hat sich das Virus auch festgesetzt.

Lesen Sie dazu auch: Experten rätseln, wie H5N1 nach Deutschland kam Chronologie der Vogelgrippe

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

© piyato | iStock

Vaginalmykose im Fokus

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

© iStock / okskukuruza

Vaginale Gesundheit

Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Risikofaktoren im Blick

So spüren Sie eine Post-Stroke-Depression auf

Lesetipps
Blutabnahme

© Viacheslav Yakobchuk / stock.adobe.com

Warnzeichen früh erkennen

Immundefekte: Das ist die Basisdiagnostik für die Praxis

Eine Impf-Spritze liegt auf einem Impfpass.

© Andreas Gruhl / stock.adobe.com

Orientierung für die Impfpraxis

Impfen bei Immundefizienz: Worauf es ankommt