Ärzte Zeitung, 22.02.2006

Kliniken stellen sich auf Infekte mit H5N1 ein

Ein Sanitäter testet einen speziellen Schutzanzug für den Transport von Patienten mit gefährlichen Infektionskrankheiten. Foto: dpa

ROSTOCK (mut). Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern bereiten sich auf Menschen mit Verdacht auf Vogelgrippe vor.

Ein solcher Verdacht besteht etwa dann, wenn Helfer, die tote Vögel einsammeln, plötzlich typische Grippesymptome wie hohes Fieber, Gliederschmerzen und Durchfall bekommen, sagte Professor Emil Reisinger vom Uniklinikum Rostock zur "Ärzte Zeitung".

In dem Klinikum werden solche Menschen zunächst auf die Infektionsstation gebracht, dort wird ein Influenza-A-Schnelltest gemacht. "Das dauert zehn Minuten. Wenn der Test positiv ist, wird sofort mit einer Therapie mit einem Neuraminidase-Hemmer begonnen", sagte Reisinger.

Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern über 400 Helfer mit der Eindämmung der Seuche beschäftigt. Bei über 100 Vögeln wurde bislang das H5N1-Virus entdeckt.

Lesen Sie dazu auch:
Seuchenhelfern wird Prophylaxe mit Medikamenten angeboten
Föderalismus behindert Kampf gegen Tierseuche

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »