Ärzte Zeitung, 30.01.2008

Vogelgrippe - Tote vor allem in Asien

GENF (dpa). In Indonesien sind zwei weitere Menschen an dem Vogelgrippe-Erreger H5N1 gestorben.

Seit Beginn der Epidemie hat die WHO 353 H5N1-Infektionen bei Menschen und 220 Tote durch das Vogelgrippe-Virus registriert - die meisten in Indonesien und Vietnam. Aber auch Ägypten und die Türkei sind betroffen. Als Ursache gelten die besonderen Lebensbedingungen in diesen Ländern: Geflügel ist praktisch Teil der häuslichen Gemeinschaft.

Topics
Schlagworte
Vogelgrippe (513)
Organisationen
WHO (3016)
Krankheiten
Infektionen (4324)
Vogelgrippe (660)
[30.01.2008, 08:11:53]
Wilfried Soddemann  soddemann-aachen@t-online.de
Übertragung der Vogelgrippe durch Trinkwasser
Die Übertragung der Vogelgrippe durch direkten Kontakt mit infiziertem Geflügel ist eine unbewiesene Annahme der WHO. Infizierte Wildvögel und Geflügel können überall das als Trinkwasser genutzte Wasser kontaminieren. Alle Menschen haben Kontakt mit dem Trinkwasser. Gerade bei den in Südostasien häufig anzutreffenden dezentralen Wasserversorgungen kann dieser Übertragungsweg Häufungen in einem Haushalt erklären. Im tropischen Klima ist die Influenza in der Regenzeit nach Überschwemmungen typisch. Die Virulenz von Influenzaviren im Wasser hängt von der Temperatur und der Zeit ab. Wenn frisch kontaminiertes Wasser aus flachen Brunnen, Zisternen, Tanks, Regenfässern, Teichen, Flüssen oder Reisfeldern getrunken wird, kann zur Übertragung der Vogelgrippe mit dem Trinkwasser die Wassertemperatur weit höher sein als im gemäßigten Klima mit „älterem“ Wasser aus zentralen Wasserversorgungsanlagen. Influenzaviren bleiben im Wasser bei 24°C etwa 2 Tage virulent, bei 7°C etwa 14 Tage. Die fäkal übertragene H5N1 Vogelgrippe kann sich also auch durch kontaminiertes kaltes Trinkwasser ausbreiten. Das Oberflächenwasser, das Quellwasser und auch das Grundwasser sind weltweit mit Viren belastet. Die Vireneliminationsleistung der Trinkwasseraufbereitung in Deutschland erfüllt regelmäßig nicht die Anforderungen der WHO und der USA/USEPA. Viren werden aus dem Wasser nicht oder nur unvollständig gefiltert. Desinfektionsverfahren bringen wenig, weil Viren im Wasser nicht einzeln, sondern verklumpt vorkommen und deshalb von herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht erreicht werden können.

soddemann-aachen@t-online.de
http://www.dugi-ev.de/information.html
Epidemiologische Analyse:
http://www.dugi-ev.de/TW_INFEKTIONEN_H5N1_20071019.pdf zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »